JD Sports senkt Gewinnprognose nach schwierigem zweiten Quartal
Der britische Einzelhandelskonzern JD Sports Fashion hat seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr nach einem schwierigen zweiten Quartal nach unten korrigiert. Der Konzern rechnet nun für das Geschäftsjahr 2027 mit einem Gewinn vor Steuern und Sondereffekten zwischen 700 Millionen und 800 Millionen Britischen Pfund (816 Millionen bis 933 Millionen Euro). Zuvor lag die Prognose bei 750 Millionen bis 850 Millionen Britischen Pfund.
Régis Schultz, Chief Executive Officer (CEO) der JD Group, erklärte, dass das Geschäft im zweiten Quartal aufgrund von makroökonomischem Gegenwind und dem Druck durch die Lebenshaltungskosten für die Kernkund:innen schwierig blieb. Schultz betonte, dass der Konzern weiterhin eine strikte Kosten- und Kapitaldisziplin bei diskretionären Ausgaben, den Betriebskosten der Filialen und der Lagerverwaltung anwendet.
Flächenbereinigter Umsatz im zweiten Quartal sinkt um 3,1 Prozent
Im zweiten Quartal, das am 1. August 2026 endete, sank der organische Umsatz des Konzerns um 1,3 Prozent, während der flächenbereinigte Umsatz (LFL) um 3,1 Prozent zurückging. Die Entwicklung wurde durch die anhaltend schwache Nachfrage bei Schuhen beeinflusst. Gründe dafür sind die Weiterentwicklung der Produktzyklen bei wichtigen Markenpartnern und eine geringere Verbraucher:innennachfrage in einem von Werbeaktionen geprägten Marktumfeld. Der Gesamtumsatz für den 13-Wochen-Zeitraum belief sich auf 3,09 Milliarden Britische Pfund.
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres erreichte der Gesamtumsatz 5,90 Milliarden Britische Pfund. Dies entspricht einem Rückgang des organischen Umsatzes um 0,7 Prozent und einem flächenbereinigten Rückgang von 2,8 Prozent. Trotz des Umsatzdrucks entsprach die Bruttomarge des Konzerns im ersten Halbjahr den Erwartungen des Unternehmens.
Die Online-Umsätze des Konzerns stiegen im zweiten Quartal um 2,6 Prozent. Dies wurde durch den Ausbau von Fulfilment-Initiativen aus den Filialen und die Stärke im Bekleidungssegment vorangetrieben.
Regionale Entwicklung zeigt Unterschiede in den Schlüsselmärkten
Die regionalen Ergebnisse fielen im zweiten Quartal sehr unterschiedlich aus. In Nordamerika, das 35 Prozent des Gesamtumsatzes ausmachte, sank der organische Umsatz um 4,5 Prozent und der flächenbereinigte Umsatz um 6,8 Prozent. Die Leistung in der Region wurde durch eine schwächere Stimmung bei den Kernverbraucher:innen beeinträchtigt. Zudem gab es eine langsamere Phase für die Einführung von stark nachgefragten Schuhen. Auch die ‘Back-to-School’-Nachfrage verschob sich von Juli auf August.
In Großbritannien stieg der flächenbereinigte Umsatz um 0,8 Prozent. Dies wurde durch eine starke Nachfrage nach Bekleidung, Accessoires und Fußballtrikots sowie eine verbesserte Leistung im Outdoor-Bereich unterstützt. Der organische Umsatz in der Region sank leicht um 0,2 Prozent. In Europa verzeichnete das Unternehmen einen Rückgang des organischen Umsatzes um 0,4 Prozent und einen flächenbereinigten Rückgang von 2,7 Prozent. Gestützt wurde dies durch ein widerstandsfähiges Geschäft in den Sportartikelsparten in Iberien, Griechenland und Zypern.
Die Region Asien-Pazifik verzeichnete ein starkes Wachstum. Der organische Umsatz stieg im zweiten Quartal um 10,2 Prozent und der flächenbereinigte Umsatz um 1,4 Prozent. Das Wachstum in der Region wurde durch robuste Verkäufe von Schuhen und Bekleidung sowie durch die Online-Expansion unterstützt.
Die Prognose für den freien Cashflow für das Gesamtjahr bleibt unverändert bei 460 Millionen bis 520 Millionen Britischen Pfund. Zusätzlich startete der Einzelhändler am 3. August 2026 die zweite Tranche seines jährlichen Aktienrückkaufprogramms im Wert von 200 Millionen Britischen Pfund. Diese Tranche hat ein Volumen von 100 Millionen Britischen Pfund.
ODER ANMELDEN MIT