Junge Chinesen sorgen im Luxusgeschäft weltweit für Champagnerlaune: Die Nachfrage nach exklusiver Kleidung, Kosmetik und Schmuck habe in diesem Jahr kräftig angezogen, teilten die Managementberatung Bain & Company und der italienische Luxusgüterverband Fondazione Altagamma am Montag in München mit. Der weltweite Umsatz mit diesen Luxusgüttern dürfte im Gesamtjahr um etwa 7 Prozent auf rund 280 Milliarden Euro zulegen. Entscheidend dafür sei die modebewusste, von sozialen Medien geprägte junge Generation in China. Der Verkauf exklusiver Marken in der Volksrepublik dürfte dieses Jahr um mehr als 20 Prozent zulegen.

«Auch im restlichen Asien boomt das Luxusgeschäft» mit annähernd 10 Prozent Plus, und auch hier wirke sich vor allem die Kauflaune von Touristen aus China positiv aus. In Südkorea etwa «shoppen ebenfalls speziell Chinesen in den Luxusboutiquen», teilte Bain mit. In Japan verlockten lokale Influencer in den sozialen Medien die einheimische Jugend zum Luxuskonsum.

In Europa bremse der starke Euro die Kauflust ausländischer Besucher, auch in Deutschland. In Großbritannien spürten die Luxusläden die Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Brexit. In Europa rechnet Bain mit einem Zuwachs des Geschäfts mit persönlichen Luxusgütern um 2 bis 4 Prozent. In den USA habe der schwache Dollar schon Ende 2017 Touristen aus Asien und Europa zu Weihnachtseinkäufen in den Luxusläden der Metropolen angeregt. «Mittlerweile kaufen aber auch die optimistischer gestimmten US-Amerikaner wieder mehr Luxusartikel.» Im Nahen Osten wachse der Umsatz gegenwärtig nicht weiter. Deutliche Zuwächse gebe es aber im Onlinehandel.

Im vergangenen Jahr hatte das weltweite Geschäft mit persönlichen Luxusgütern laut Bain um 5 Prozent auf 262 Milliarden Euro zugelegt. (dpa)

Berichtigung: Der Umsatz im dritten Satz bezieht sich auf den weltweiten Umsatz, nicht wie zuvor berichtet auf den in China.

 

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