Kambodscha: EU-Entscheidung und Covid-19 bedrohen Jobs einer Viertelmillion Textilarbeiter
Mit einem jährlichen Wachstum von 7 Prozent und einem Exportvolumen für Bekleidung und Schuhen von 9 Milliarden US-Dollar (knapp 8 Milliarden Euro) hängt Kambodschas Schicksal stark von seiner Bekleidungsindustrie ab. Daher trifft den achtgrößten Bekleidungsexporteur der Welt die jüngste Entscheidung der Europäischen Union besonders stark, dem Land den präferenziellen Zugang zum europäischen Markt im Rahmen des „Everything but Arms“-Programms (EBA) teilweise zu entziehen. Durch den Ausbruch des Coronavirus (Covid-19) ist die Bekleidungs- und Textilindustrie des Landes zusätzlich bedroht, da die Lieferungen von Rohmaterialien aus China verzögert oder ganz gestrichen sind. Bis zu 160.000 Bekleidungsarbeiter und -arbeiterinnen könnten bis zum Ende des Monats mit der Schließung ihrer Fabriken rechnen müssen.
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