Die Warenhauskette Karstadt rechnet nach mehreren Verlustjahren mit weiteren Fortschritten bei der Sanierung. Erstmals seit Jahren werde im Geschäftsjahr 2015/16 (30.9.) wieder mit einem «nahezu ausgeglichenen Jahresergebnis» gerechnet, hieß es in einer bereits in der vergangenen Woche im Bundesanzeiger vorgelegten Veröffentlichung des Unternehmens, über die das «Handelsblatt» berichtet hatte.

Im zurückliegenden Geschäftsjahr 2014/15 hatte das Unternehmen dagegen weiter rote Zahlen geschrieben. Unterm Strich stand ein Fehlbetrag von 64,78 Millionen Euro. Der Einzelhandelsumsatz ging um 6,6 Prozent auf 2,09 Milliarden Euro zurück. Im zurückliegenden Jahr hatte die Warenhauskette zwei Filialen geschlossen und die Mitarbeiterzahl um 2378 Mitarbeiter auf 13 950 Beschäftigte weiter reduziert.

Karstadt-Gesamtbetriebsratschef Jürgen Ettl wies in einem Gespräch mit der «WAZ» (Mittwoch) auf den Beitrag der Belegschaft hin. «Dass es Karstadt wieder besser geht, hat zu einem erheblichen Teil damit zu tun, dass die Beschäftigten Opfer gebracht haben und bringen müssen», sagte er der Zeitung. Noch sei Karstadt nicht am Ziel.

Die Essener Warenhauskette kämpft seit Jahren mit roten Zahlen. Nach der Übernahme durch den österreichischen Immobilieninvestor René Benko im Sommer 2014 wurde die Sanierungsstrategie noch einmal verschärft. (DPA)

 

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