Keine Fusion: Puig und Estée Lauder beenden Verhandlungen ohne Einigung
Nach fast zwei Monaten intensiver Verhandlungen kommt es nicht zu einer Fusion, Übernahme oder sonstigen Form der Integration zwischen dem spanischen Mode- und Beautykonzern Puig und dem US-amerikanischen Unternehmen The Estée Lauder Companies. Beide Unternehmen bestätigten in separaten Mitteilungen, dass die Gespräche über eine mögliche Zusammenführung beendet wurden. Die Verhandlungen hatten offiziell am 23. März begonnen und wurden nun ohne Einigung abgeschlossen.
Die inhaltlich und strukturell nahezu identischen Mitteilungen wurden am Donnerstag, dem 21. Mai, zeitgleich um 22:05 Uhr MESZ aus Barcelona und New York veröffentlicht. In New York entsprach dies 16:05 Uhr Ortszeit und damit dem Handelsschluss an der Börse. Puig, Muttergesellschaft von Marken wie Carolina Herrera, Jean Paul Gaultier und Paco Rabanne, bestätigte darin das Scheitern der Fusionsgespräche mit The Estée Lauder Companies. Das Unternehmen verwies zugleich darauf, dass bereits bei der Ankündigung der Gespräche am 23. März darauf hingewiesen worden sei, dass ohne formelle Vereinbarung „weder eine Transaktion noch deren Bedingungen garantiert werden können“.
In einer Stellungnahme von Chief Executive Officer (CEO) Jose Manuel Albesa betonte Puig den „bereichernden“ Charakter der Gespräche und hob die Stärke des Geschäftsmodells hervor. Albesa kündigte an, dass sich der Konzern weiterhin auf die Umsetzung seiner Wertschöpfungsstrategie für die Aktionär:innen konzentrieren werde. Zugleich schließt das Unternehmen weitere Fusionen und Übernahmen (M&A) nicht aus.
„Wir schätzen die bereichernden Gespräche, die wir mit The Estée Lauder Companies geführt haben“, so Jose Manuel Albesa in der Mitteilung an die spanische Börsenaufsicht (CNMV). „Puig hat eine solide Wachstumsbilanz, die über dem Premium-Beauty-Markt liegt“, heißt es weiter. Zudem betont er: „Wir konzentrieren uns weiterhin voll und ganz auf die Umsetzung unserer Strategie und die Förderung eines profitablen Wachstums, wobei wir stets die Interessen all unserer Stakeholder:innen im Auge behalten.“ Albesa fügt hinzu: „Diese Entscheidung ändert nichts an unserer strategischen Roadmap. Wir bauen weiterhin auf unseren Stärken im Premium-Beauty-Segment auf, mit einem Management, das auf Marken, Kreativität, Agilität und diszipliniertes Wachstum ausgerichtet ist.“
Mit Blick auf die Unternehmensentwicklung verweist Puig auf seine 112-jährige Geschichte sowie auf die jüngsten Ergebnisse des Geschäftsjahres 2025 und des ersten Quartals 2026. Dort heißt es, das Unternehmen habe „eine besondere Unternehmenskultur bewiesen“, die es ermögliche, Verpflichtungen seit dem Börsengang zu erfüllen, Wachstumsziele zu erreichen, Margen zu verbessern und die Bilanz zu stärken. Weiter betont Albesa: „Unsere solide Kapitalstruktur gibt uns die Flexibilität, eine breite Palette strategischer Alternativen zu verfolgen, die mit unseren langfristigen Prioritäten im Einklang stehen.“ Zugleich kündigt er einen weiterhin selektiven und wertorientierten M&A-Ansatz an. Trotz des gescheiterten Zusammenschlusses bekräftigt Puig sein Vertrauen in die eigenen „Love Brands“ sowie in die Stärke als unabhängiges Unternehmen.
Estée Lauder erwägt Portfolioanpassungen
Die parallel veröffentlichte Mitteilung von The Estée Lauder Companies folgt in Aufbau und Inhalt weitgehend der Darstellung von Puig. Auch das US-Unternehmen betont den konstruktiven Charakter der Gespräche. Stellungnahmen stammen von Stéphane de La Faverie, Präsident und Chief Executive Officer des Konzerns, der sich an die Aktionär:innen wandte und die Stärke des Geschäftsmodells hervorhob, das im Rahmen des Betriebsmodells „One ELC“ organisiert ist.
De La Faverie erklärte, das Unternehmen werde sich weiterhin auf die Umsetzung seiner Wachstumsstrategie „Beauty Reimagined“ konzentrieren. Dabei werde auch eine mögliche Veräußerung von Vermögenswerten nicht ausgeschlossen.
„Wir sind dankbar für die Gespräche, die wir mit Puig geführt haben“, heißt es in der Mitteilung. Nach dem ergebnislosen Abschluss bekräftige das Unternehmen sein Vertrauen in die Stärke seiner Marken, Teams und die eigene Position als unabhängiger Konzern. „Wir sind optimistischer denn je, dass wir durch ‚Beauty Reimagined‘ langfristig erheblichen Wert freisetzen können, und wir konzentrieren uns weiterhin darauf, diesen Fortschritt zu beschleunigen.“
De La Faverie betont zudem: „Wir verfügen über eines der stärksten Portfolios von Luxus-Beauty-Marken der Welt, das durch einen außergewöhnlichen Markenwert in allen Kategorien, Regionen und Verbrauchersegmenten gestützt wird.“ Weiter heißt es, das Unternehmen sei in der Lage, nachhaltiges Wachstum langfristig zu sichern.
Im Rahmen der Strategie „Beauty Reimagined“ und des Betriebsmodells „One ELC“ solle die Organisation stärker auf Geschwindigkeit, Agilität und Kundenorientierung ausgerichtet werden. Gleichzeitig werde das Portfolio laufend überprüft, um Wachstumschancen besser zu nutzen – einschließlich möglicher Akquisitionen und Veräußerungen. Ziel bleibe es, ein nachhaltiges Umsatzwachstum zu erzielen, die Profitabilität zu steigern und langfristig eine zweistellige bereinigte operative Marge zu erreichen.
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