Der Kinderwarenhersteller Kanz Financial Holding GmbH ist insolvent. Zum Unternehmen gehören auch die Kids Fashion Group und die Junior Brands Group.

Der endgültige Auslöser der Insolvenzanträge der Holding und seiner zugehörigen Gesellschaften seien die massiven Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie, teilte Kanz mit. Davor hatte die Kanz Financial Holding (KFH) auch schon mit dem Wandel im Markt für Kinder- und Babykleidung zu kämpfen und wichtige Lizenzgeschäfte verloren.

„Es sind außergewöhnliche und schwere Zeiten für alle Beteiligten, aber das Management, die Berater, unser Team und ich werden alles versuchen, um die KFH und ihre Gesellschaften bestmöglich zu erhalten und für sie eine Zukunftslösung zu finden“, sagte vorläufige Insolvenzverwalter Tobias Wahl in einer Mitteilung am Donnerstag.

Das Ziel des Insolvenzverwalters ist es nun den Geschäftsbetrieb der auf Kindertextilien und Spielwaren spezialisierten Gesellschaften sowie der Holding zu stabilisieren. Ein Fokus liege dabei auf der Sicherung des Großhandels, heißt es in der Mitteilung. Die mehr als 40 eigenen Einzelhandelsfilialen der Kids Retail Group GmbH sind derzeit aufgrund des Covid-19-Ausbruchs geschlossen. Die rund 420 Mitarbeiter der deutschen Gesellschaften erhalten Kurzarbeitergeld über die Bundesagentur für Arbeit.

Zur Kanz Financial Holding gehören die folgenden Gesellschaften: Junior Brands Group GmbH, Kids Fashion Group GmbH & Co. KG, Kids Retail Group GmbH, S&D GmbH, Spielwaren Kurtz GmbH, Build a Bear Deutschland GmbH.

 

Themenverwandte Nachrichten

WEITERE NACHRICHTEN

 

AKTUELLSTE STELLENANGEBOTE

 

MEISTGELESEN