Kinnevik trennt sich erneut von Zalando-Aktien - jetzt soll aber Schluss sein
Der schwedische Zalando-Großaktionär Kinnevik hat den jüngsten Höhenflug der Aktie genutzt und erneut Anteile an dem Online-Modehändler auf den Markt geworfen. Mit den Einnahmen aus der aktuellen Platzierung in Höhe von 645 Millionen Euro hat die schwedische Beteiligungsgesellschaft eigenen Angaben zufolge alle Investitionen, die in das Berliner Unternehmen geflossen sind, wieder zurückerhalten. Da Kinnevik auch nach der Platzierung mit 21,3 Prozent immer noch der größte Aktionär des 2008 gegründeten und inzwischen mit 15 Milliarden Euro bewerteten Unternehmens ist, ist die Zalando-Investition für die Schweden ein voller Erfolg.

Bei der aktuellen Platzierung wurden 11,25 Millionen Aktien oder 4,4 Prozent des Grundkapitals bei institutionellen Investoren platziert. Der Preis lag gemessen an der genannten Summe, die eingenommen wurde, bei etwas mehr als 57 Euro je Aktie. Der Großaktionär hat sich zudem verpflichtet, die kommenden drei Monate keine weiteren Aktien aus dem eigenen Bestand zu verkaufen. "Zalando ist gut aufgestellt, seine Position als führende europäische Online-Modeplattform auszubauen", sagte Kinnevik-Chef Georgi Ganev.

Die Investition in Zalando von etwas mehr als 900 Millionen Euro seit dem Einstieg im Jahr 2010 habe Kinnevik jetzt komplett zurückerhalten, hieß es in der Mitteilung. Jetzt seien vorerst keine weiteren Barerlöse aus der Investition mehr geplant. Im September vergangenen Jahres hatten die Schweden rund 13 Millionen Aktien für 42,50 Euro das Stück auf den Markt geworfen - die Einnahmen beliefen sich damals auf etwas mehr als 550 Millionen Euro. Seitdem ist der Kurs kräftig gestiegen - unter anderem deshalb weil das Unternehmen als einer der Gewinner der Corona-Krise zählt.

So hatte der Kurs des Papiers erst in der vergangenen Woche mit 66,02 Euro den höchsten Stand seit dem Börsengang im Jahr 2014 erreicht. Am Dienstag gab die Aktie wegen der Platzierung zuletzt rund fünf Prozent auf rund 58 Euro nach. Damit liegt sie aber immer noch knapp 30 Prozent über dem Niveau von Ende 2019. Mit einer Marktkapitalisierung von 15 Milliarden Euro zählt Zalando inzwischen zu den Schwergewichten im MDax.(dpa)

Foto: Zalando

 

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