Kö schützt Luxusläden vor möglichen Ausschreitungen

Auf der Düsseldorfer Königsallee haben die ersten Händler angefangen, ihre Geschäfte vor möglichen Ausschreitungen bei den für Samstag angekündigten Jugendprotesten zu schützen. Zwei Tage vor den Kundgebungen sah man auf der Prachtstraße bereits Baugerüste und Sperrholzplatten vor Edel-Boutiquen.

Frei nach dem Motto „Bei uns gibt es nichts zu plündern“ wollten die Kö-Händler sicherheitshalber ihre Schaufenster und sogar ihre Läden räumen, sagte die Geschäftsführerin der Interessengemeinschaft Königsallee, Andrea Greuner, der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf.

Vor allem unter den Juwelieren und Bekleidungsgeschäften planten einige, ganztägig zu schließen, andere wollten ihre Schaufenster und Fassaden verschalen. Kaputte teure Sonderglasscheiben könne im Weihnachtsgeschäft kein Händler brauchen.

„Wir wissen alle nicht, was da kommt“, sagte Greuner. „Das ist Prävention.“ Aber jeder habe die Bilder aus Frankreich vor Augen – vor allem die internationalen Luxus-Marken, deren Geschäfte in Paris bereits von Ausschreitungen betroffen gewesen seien.

Zwar haben auf der Aktions-Homepage der Initiative „Gen Z regelt“ mehr als 5.000 Menschen angekündigt, dass sie in Düsseldorf dabei sein wollen. Das ist aber unverbindlich. Offiziell hat laut Polizeiangaben nur eine Privatperson eine Demonstration gegen Sozialkürzungen mit 500 Teilnehmer:innen in der Landeshauptstadt angekündigt.

Die Einsatzkräfte haben jedoch auch einen Blick darauf, wo in sozialen Netzwerken zu Provokationen angestachelt wird. Befürchtet wird, dass Chaot:innen, die mit Randale für aufsehenerregende Bilder sorgen wollen, sich unter die Schüler:innen mischen könnten.


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