Kontoor Brands hebt Jahresprognose nach starkem zweiten Quartal an
Die US-amerikanische Bekleidungsgruppe Kontoor Brands hat ihre Finanzergebnisse für das zweite Quartal, das am 4. Juli 2026 endete, veröffentlicht. Der Umsatz stieg um 19 Prozent auf 584 Millionen US-Dollar. Die Entwicklung wurde durch das anhaltende Wachstum von Wrangler, den Ausbau der Direct-to-Consumer-Kanäle (D2C) sowie einen über den Erwartungen liegenden Beitrag von Helly Hansen gestützt. Der Outerwear-Spezialist war im zweiten Quartal 2025 übernommen worden.
Angetrieben von der operativen Dynamik im ersten Halbjahr hob das Unternehmen seine Jahresprognose für 2026 für den bereinigten Gewinn je Aktie (EPS) auf eine Spanne von 5,25 bis 5,35 US-Dollar an. Zuvor hatte die Prognose bei 5,15 bis 5,25 US-Dollar gelegen.
Chief Executive Officer (CEO) und Vorstandsvorsitzender Scott Baxter kommentierte: „Unsere Ergebnisse im zweiten Quartal wurden durch das Wachstum von Wrangler, einen stärker als erwarteten Beitrag von Helly Hansen sowie eine robuste Bruttomargenexpansion getragen. Wrangler erzielte ein weiteres Quartal mit diversifiziertem Wachstum, angeführt von einer starken Performance im Damenbereich, im D2C-Geschäft und im internationalen Bereich – verbunden mit außergewöhnlicher Profitabilität und Cashgenerierung.“
Umsatz und operative Performance
Der globale Umsatz der Marke Wrangler stieg im Quartal um zwei Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 469 Millionen US-Dollar. Auf dem US-amerikanischen Markt legte der Wrangler-Umsatz um ein Prozent zu, getrieben von einem Anstieg von neun Prozent im D2C-Bereich. Der US-Großhandel blieb stabil. International erzielte Wrangler ein Umsatzplus von zehn Prozent. Dabei expandierte der D2C-Bereich um 31 Prozent, während der Großhandelsumsatz um sieben Prozent stieg.
Helly Hansen erzielte im zweiten Quartal einen globalen Umsatz von 114 Millionen US-Dollar. Innerhalb der Marke generierten die Sport- und Arbeitskleidungssegmente 70 Millionen beziehungsweise 37 Millionen US-Dollar. Die technische Segelmarke Musto steuerte sieben Millionen US-Dollar zum Gesamtumsatz bei.
Auf Basis der berichteten Zahlen weitete sich die Bruttomarge um 970 Basispunkte auf 56,2 Prozent aus. Die bereinigte Bruttomarge stieg um 710 Basispunkte auf 53,8 Prozent. Unterstützt wurde diese Entwicklung durch operative Fortschritte im Rahmen von Project Jeanius, einen günstigen Kanal- und Produktmix, eine disziplinierte Preisgestaltung sowie die Integration von Helly Hansen.
Das ausgewiesene operative Ergebnis erreichte 91 Millionen US-Dollar. Das bereinigte operative Ergebnis stieg im Jahresvergleich um 19 Prozent auf 94 Millionen US-Dollar. Die bereinigte operative Marge weitete sich um zehn Basispunkte auf 16 Prozent aus. Der verwässerte EPS lag auf berichteter Basis bei 1,03 US-Dollar und auf bereinigter Basis bei 1,06 US-Dollar – ein Anstieg von 13 Prozent im Jahresvergleich.
Kapitalallokation und Lee-Veräußerung
Im zweiten Quartal schüttete Kontoor Brands 80 Millionen US-Dollar an die Aktionär:innen aus – durch Bardividenden und Aktienrückkäufe. Das Unternehmen kaufte Stammaktien im Wert von 50 Millionen US-Dollar zu einem Durchschnittspreis von 74 US-Dollar je Aktie zurück. Damit beliefen sich die Aktienrückkäufe seit Jahresbeginn auf 75 Millionen US-Dollar. Eine reguläre vierteljährliche Bardividende von 0,53 US-Dollar je Aktie wurde beschlossen. Sie ist am 18. September 2026 an die am 8. September 2026 eingetragenen Aktionär:innen zahlbar.
Die geplante Veräußerung von Lee liegt weiterhin im Plan und soll im vierten Quartal 2026 abgeschlossen werden. Kontoor Brands erwartet, dass die Transaktion über einen Zeitraum von zwölf bis 18 Monaten EPS-neutral sein wird. Die zuvor Lee zugeordneten Gemeinkosten sollen durch Restrukturierungs- und Kostenmaßnahmen kompensiert werden.
Nach Abschluss des Verkaufs beabsichtigt die Gruppe, 400 Millionen US-Dollar des Transaktionserlöses in ein beschleunigtes Aktienrückkaufprogramm zu investieren. Zum Ende des zweiten Quartals verblieben 700 Millionen US-Dollar im Rahmen der bestehenden Aktienrückkaufermächtigung des Unternehmens.
Anhebung der Jahresprognose 2026
Kontoor Brands bestätigte seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 und aktualisierte gleichzeitig seine Rentabilitätsziele. Demnach erwartet das Unternehmen weiterhin einen Umsatz von 2,66 bis 2,71 Milliarden US-Dollar, was einem Wachstum von zwölf bis 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Gleichzeitig hob Kontoor Brands die Prognose für die bereinigte Bruttomarge auf 49,8 bis 50 Prozent an, nachdem zuvor 48,3 bis 48,5 Prozent erwartet worden waren. Dies entspricht einer Ausweitung um 330 bis 350 Basispunkte im Jahresvergleich.
Das bereinigte operative Ergebnis soll 413 bis 420 Millionen US-Dollar erreichen und damit um 15 bis 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigen. Für den bereinigten Gewinn je Aktie (EPS) erwartet das Unternehmen nun 5,25 bis 5,35 US-Dollar, nach zuvor 5,15 bis 5,25 US-Dollar. In der neuen EPS-Prognose sind rund 0,55 US-Dollar je Aktie an nicht kompensierten Lee-Gemeinkosten sowie 0,36 US-Dollar je Aktie an zusätzlichen strategischen Investitionen berücksichtigt.
Für das zweite Halbjahr des Geschäftsjahres 2026 wird erwartet, dass der Umsatz von Wrangler und Helly Hansen jeweils im mittleren einstelligen Prozentbereich wächst – unter Ausschluss des Effekts der 53. Woche im Geschäftsjahr 2025.
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