Kontoor Brands übertrifft im Geschäftsjahr 2025 die Erwartungen
Der US-amerikanische Bekleidungskonzern Kontoor Brands Inc. hat das Geschäftsjahr 2025 dank der Übernahme des Outdoor-Ausstatters Helly Hansen mit einem deutlichen Umsatzplus abgeschlossen. Einmalbelastungen führten allerdings zu einem Gewinnrückgang. Das geht aus einem Geschäftsbericht hervor, den das Unternehmen am Dienstag veröffentlichte.
Die Übernahme von Helly Hansen beflügelt die Umsatzentwicklung
Demnach erreichte der Konzernumsatz im vergangenen Jahr eine Höhe von 3,15 Milliarden US-Dollar (2,72 Milliarden Euro). Das entsprach einer Steigerung um 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 18 Prozentpunkte davon waren allerdings auf die Umsatzbeiträge von Helly Hansen zurückzuführen. Ohne den Neuzugang und die Effekte der zusätzlichen 53. Verkaufswoche lag der Umsatz um ein Prozent über dem Vorjahresniveau.
Die Erlöse der Marke Wrangler erhöhten sich um sechs Prozent auf 1.91 Milliarden US-Dollar, beim Label Lee gingen sie um fünf Prozent auf 750 Millionen US-Dollar zurück. Der Neuzugang Helly Hansen, dessen Übernahme Anfang Juni vollzogen worden war, steuerte seither 475 Millionen US-Dollar zum Konzernumsatz bei.
Einmalbelastungen lassen den Gewinn sinken
Aufgrund von Einmalbelastungen, die im Wesentlichen aus Restrukturierungsaufwendungen und Kosten im Zuge der Übernahme und Integration von Helly Hansen resultierten, sank der operative Gewinn um zwei Prozent auf 336,8 Millionen US-Dollar. Bereinigt um Sondereffekte wurde das Betriebsergebnis nach Angaben des Unternehmens allerdings um 23 Prozent auf 468 Millionen US-Dollar gesteigert. Der ausgewiesene Nettogewinn schrumpfte um sieben Prozent auf 227,5 Millionen US-Dollar (195,9 Millionen Euro).
Mit den vorgelegten Zahlen konnte das Unternehmen die eigenen Erwartungen übertreffen. Das lag nicht zuletzt an einem überraschend erfolgreichen Schlussquartal, in dem der Umsatz um 46 Prozent auf 1,02 Milliarden US-Dollar gesteigert wurde und der Nettogewinn um 15 Prozent auf 73,8 Millionen US-Dollar wuchs.
Für 2026 prognostiziert das Management Zuwächse beim Umsatz und Ergebnis
CEO Scott Baxter zeigte sich entsprechend zufrieden mit dem „starken Endspurt“. Für 2026 sieht er den Konzern nun in einer „Position der Stärke“. So erwartet das Management für das laufende Jahr ein Umsatzwachstum um etwa neun Prozent auf 3,40 bis 3,45 Milliarden US-Dollar. Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn soll auf 506 bis 512 Millionen US-Dollar gesteigert werden. Das würde eine Verbesserung um acht bis neun Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeuten.
Die derzeit absehbaren Auswirkungen der US-Zollpolitik sind in den Prognosen bereits enthalten. Das Unternehmen erklärte aber, die aktuelle Entwicklung weiterhin zu evaluieren.
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