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Konzentration auf Onlinegeschäft und Wachstumsmarken: Gap stellt Strategie vor

Eher mager liefen die Geschäfte des US-amerikanische Bekleidungskonzerns Gap Inc. in den vergangenen Jahren. Nicht nur die allgemeine Schwäche des US-Marktes machte dem Unternehmen zu schaffen, es litt auch darunter, dass Marken wie Gap und Banana Republic bei den Kunden an Attraktivität verloren. Zuletzt gab es nach langer Durstrecke erste Lichtblicke, aber noch hat der Textilgigant einiges zu tun, um wieder auf Erfolgskurs einzuschwenken. Dessen ist man sich bei Gap durchaus bewusst: Auf einem Handelskongress in New York präsentierte der Konzern am Mittwoch einige Eckpunkte seiner Wachstumsstrategie für die kommenden Jahre.

Angesichts der aktuellen Entwicklung in der Einzelhandelsbranche konnte es nicht überraschen, dass der Ausbau der E-Commerce-Kapazitäten eine Schlüsselrolle in den Plänen spielt. So will der Konzern in den kommenden drei Jahren verstärkt in diesen Bereich investieren. Geplant ist der Ausbau der Logistikeinrichtungen und der Omnichannel-Angebote, aber auch der verstärkte Einsatz von Software, die auf künstlicher Intelligenz und Personalisierungsmöglichkeiten beruht.

Hoffnungen setzt der Konzern vor allem auf die Konzepte Old Navy und Athleta

Die übrigen Pläne klingen traditioneller. So will das Unternehmen interne Abläufe straffen, um die Effizienz zu verbessern und Synergien zu heben. Ziel dieser Maßnahmen ist, im Laufe der kommenden drei Jahre Kosten im Volumen von 500 Millionen US-Dollar einzusparen. Zudem wird das stationäre Filialnetz grundlegend umgebaut: Unprofitable Läden weniger beliebter Marken sollen geschlossen werden, im Gegenzug will der Konzern attraktivere Standorte erschließen und generell die digitale Präsenz ausbauen. Konkret ist geplant, etwa 200 schwächelnde Filialen der Labels Gap und Banana Republic zu schließen und 270 Läden neu zu eröffnen, wobei vor allem auf die beliebteren Marken Old Navy und Athleta gesetzt wird.

Ohnehin hegt der Konzern große Hoffnungen für die beiden Konzepte: So soll der Jahresumsatz von Old Navy, der günstigen Marke im Portfolio, die sich zuletzt im Gegensatz zu Gap und Banana Republic auch auf dem schwierigen US-Markt gut behaupten konnte, in den kommenden Jahren auf mehr als zehn Milliarden US-Dollar gesteigert werden. Große Zuwächse peilt das Unternehmen auch beim noch vergleichsweise kleinen Konzept Athleta an, das auf Sportbekleidung für Frauen spezialisiert ist: Sein Umsatz soll auf über eine Milliarde US-Dollar pro Jahr wachsen.

Foto: Old Navy