Lesara startet neues Logistikzentrum in Erfurt

Lesara, der internationale Onlinehändler für Mode- und Lifestyleprodukte aus Berlin, hat am Freitag sein angekündigtes neues, 45 Millionen teures Logistikzentrum in Erfurt in Betrieb genommen. In nur zehn Monaten hatte der Onlinehändler die Halle im Erfurter Güterverkehrszentrum gebaut, das bereits andere große Logistikanbieter beherbergt.

„Kunden sehen was, kaufen es und wir haben gar nicht so viel auf Lager und produzieren eigentlich, wenn die Nachfrage da ist. Das haben wir hier an diesem Standort reflektiert, das heißt, dass die Fläche für das Rausschicken und das Annehmen von Produkten deutlich größer ist als die reine Lagerfläche“, kommentierte Roman Kirsch, Gründer und Geschäftsführer, gegenüber dem MDR.

Der 30-Jährige freute sich sichtlich bei der Eröffnungsfeier, nimmt man doch nicht jeden Tag ein knapp 60.000 Quadratmeter großes Logistikzentrum in Betrieb, von dem aus 33.000 Pakete täglich verpackt und in ganz Europa verschickt werden sollen, zu Spitzenzeiten wie etwa im Weihnachtsgeschäft sogar bis zu 85.000 täglich.

200 Mitarbeiter benötigt das neue Logistikzentrum; 150 von ihnen wurden bereits eingestellt, die restlichen werden für Bereiche wie Logistik, IT-Systeme, HR, Kundenservice und andere noch gesucht. Das Land Thüringen unterstützt Lesaras neue Ansiedlung mit 10 Millionen Euro, weil das Unternehmen qualifizierte Arbeitsplätze schafft und weiter expandieren will - bis auf 600 bis 650 Mitarbeiter soll der Standort anwachsen.

Zudem boomt die Logistikbranche im Bundesland, das von seiner zentralen Lage profitiert: 15 Prozent der seit 2000 neu entstandenen Arbeitsplätze in Thüringen wurden von Logistikunternehmen geschaffen; inzwischen beschäftigt die Branche 41.000 Menschen in 550 Unternehmen, so das Wirtschaftsministerium.

Lesara wurde vor fünf Jahren gegründet und vertreibt Fast Fashion- und Lifestyle-Artikel ausschließlich im Internet. Ein agiles Geschäftsmodell beruht auf Suchmaschinen, die Trends früh erkennen. Die Produkte werden dann in Polen, China oder der Türkei hergestellt und zu niedrigen Preisen schneller als in der Branche üblich angeboten.

Foto: Lesara-Website
 

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