Levi's unter Beschuss: Klage wegen angeblicher Missstände in türkischer Fabrik
Die gemeinnützige niederländische Organisation Schone Kleren Campagne (SKC) hat eine Klage gegen das US-amerikanische Unternehmen Levi Strauss & Co. eingereicht. Laut der Organisation hat die Jeansmarke Verbraucher:innen mit Aussagen über Arbeitsbedingungen in ihrer Lieferkette in die Irre geführt, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht. Vier Verbraucher:innen treten in dem Fall als Mitkläger:innen auf.
Anlass sind laut SKC Missstände in einer Fabrik in der Türkei, die exklusiv für Levi’s produziert. Dort sollen 2023 Mitarbeitende nach der Teilnahme an Gewerkschaftsprotesten mit dem Eingreifen der örtlichen Behörden konfrontiert und entlassen worden sein. Eine Gruppe von Arbeiter:innen fordert seither eine Entschädigung.
SKC gibt an, dass Levi’s in seiner Kommunikation an die Verbraucher:innen auf eine verantwortungsvolle Produktion und die Achtung der Arbeitsrechte, einschließlich der Gewerkschaftsfreiheit, hingewiesen hat. Die Organisation verweist dabei auf die Ergebnisse des Worker Rights Consortium und den Verhaltenskodex der Marke.
Die Klage wird von der niederländischen Stiftung Stichting Onderzoek Multinationale Ondernemingen (SOMO) unterstützt, die die Untersuchungsergebnisse geliefert hat. Ein Termin für die erste Anhörung steht noch nicht fest.
Zunehmende Überprüfung von Nachhaltigkeitsbehauptungen in der Branche
Die Klage ist Teil einer breiteren Entwicklung. Dabei geraten die Nachhaltigkeits- und Ethik-Behauptungen von Modemarken zunehmend unter rechtliche und behördliche Aufsicht. 2023 wurden verschiedene Äußerungen des irischen Modehändlers Primark in den Niederlanden von der niederländischen Werbeaufsicht Reclame Code Commissie untersucht. Dabei ging es unter anderem um die Kommunikation in den Geschäften und auf der niederländischen Website. Dort standen Themen wie Chancengleichheit und bessere Bedingungen für Bekleidungshersteller:innen im Mittelpunkt.
Die Aufsichtsbehörde urteilte, dass mehrere Äußerungen irreführend waren. Ein Grund dafür war, dass die Behauptungen nicht ausreichend konkret untermauert wurden. Zudem wurde nicht deutlich gemacht, dass es sich um zukünftige Ziele handelte. In der Berufung bestätigte das College van Beroep dieses Urteil. So stellte das Gremium fest, dass bestimmte Behauptungen „unzureichend untermauert“ seien, um annehmen zu können, dass die Ziele rechtzeitig erreicht würden.
Der Fall verdeutlicht, wie die Kommunikation über Nachhaltigkeit und Arbeitsbedingungen in der Modebranche immer stärker auf Transparenz und Nachvollziehbarkeit geprüft wird.
Levi’s wurde um eine Stellungnahme gebeten. Dieser Artikel wird gegebenenfalls aktualisiert.
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