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Lululemon-Gründer Chip Wilson fordert Aufsichtsratsreform

Chip Wilson, der Gründer und bedeutende Anteilseigner des kanadischen Sportbekleidungsunternehmens Lululemon, hat eine öffentliche Kampagne zur Reform des Aufsichtsrats gestartet. In einem Brief an die Aktionär:innen vom 27. Februar 2026 äußerte Wilson seine Unzufriedenheit mit der aktuellen strategischen Aufsicht und der Performance der Marke. Er verwies auf einen Verlust von rund 20 Milliarden US-Dollar (17 Milliarden Euro) an Shareholder Value in den vergangenen fünf Jahren.

Wilson, der das Unternehmen 1998 gründete, behauptet, dass dem Aufsichtsrat (Board of Directors) die notwendige kreative und Marketing-Expertise fehle, um den Wettbewerbsvorteil der Marke zu erhalten. Laut Wilson ist die Aktie in diesem Zeitraum um fast 50 Prozent gefallen. Der Gründer hob zudem eine „Krise" in der Führung hervor. Er wies darauf hin, dass das Unternehmen derzeit nach einem permanenten Chief Executive Officer (CEO) sucht, nachdem ein dritter Nachfolgeplanungsprozess gescheitert sei.

Nominierung unabhängiger Direktoren

Als Reaktion auf diese Bedenken hat Wilson drei unabhängige Kandidat:innen für die Wahl in den Aufsichtsrat nominiert: Marc Maurer, ehemaliger Co-CEO der Schweizer Schuhmarke On Holding; Laura Gentile, ehemalige Chief Marketing Officer (CMO) der US-amerikanischen Sportmediengruppe ESPN; und Eric Hirshberg, ehemaliger CEO des US-amerikanischen Videospiel-Publishers Activision Publishing.

Wilson sagte, dass On unter der Führung von Maurer eine bedeutende globale Expansion erlebte. Der Umsatz habe sich nahezu vervierfacht. Ebenso stellte er fest, dass sich während der Amtszeit von Hirshberg bei Activision der Segmentgewinn fast verdoppelte. Der Gründer argumentiert, dass diese Personen über die High-Performance-Markenerfahrung verfügen, die im Lululemon-Aufsichtsrat derzeit fehle.

Widerstand des Aufsichtsrats und Governance-Vorschläge

Der Streit hat sich über spezifische Governance-Vorschläge verschärft. Wilson reichte am 15. Dezember 2025 einen Rahmenplan ein. Dieser beinhaltete einen Vorschlag zur Deklassifizierung des Aufsichtsrats und die Schaffung eines Brand Product Committee. Er verwies auf den Erfolg des finnischen Sportartikelkonzerns Amer Sports als Vorbild. Dort half ein ähnliches Komitee Marken wie Wilson und Arc'teryx, den S&P 500 seit dem Börsengang 2024 um rund 89 Prozent zu übertreffen.

Der Lululemon-Aufsichtsrat hat den Vorschlag für das Komitee Berichten zufolge abgelehnt. Wilson äußerte Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit des Aufsichtsrats. Er merkte an, dass David Mussafer, der Vorsitzende des Ausschusses für Unternehmensverantwortung, Nachhaltigkeit und Governance, den Nominierungsprozess überwacht, während er selbst in diesem Jahr zur Wahl steht. Wilson wies ferner darauf hin, dass Mussafer bereits mehr als 14 Jahre im Aufsichtsrat tätig ist.

Reaktion von Lululemon

Der Aufsichtsrat von Lululemon hat auf die Vorwürfe reagiert. Er erklärte, dass er in zahlreichen Treffen in gutem Glauben mit Wilson zusammengearbeitet habe. In einer Pressemitteilung widersprach das Unternehmen der Darstellung der Interaktionen durch Wilson. Der Aufsichtsrat behauptete, dass Wilson den Zugang zu seinen Nominierten eingeschränkt habe. Er habe nur Maurer erlaubt, an vorläufigen Gesprächen teilzunehmen.

Das Unternehmen erklärte: „Mr. Wilson hatte angedeutet, dass er dem Aufsichtsrat kein Treffen mit diesen Personen gestatten würde, es sei denn, der Aufsichtsrat stimmt einem vollständigen Paket von Vergleichsbedingungen zu." Der Aufsichtsrat betont, dass er weiterhin offen für einen konstruktiven Dialog mit allen Aktionär:innen bleibe. Er werde jedoch Maßnahmen priorisieren, die dem kollektiven Interesse des Unternehmens dienen.

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