‘Made in China’ hofft auf Aufschwung durch Trump-Besuch
In der Hitze eines riesigen Großmarktes in Südchina, umgeben von Kleidung und Schuhen, hoffen Händler:innen auf den angekündigten Besuch von Donald Trump. Sie wünschen sich, dass er die US-Zölle senkt, die ihre Exporte belasten.
Die Hersteller:innen und Fabriken in der Provinz Guangdong, dem produzierenden Herzen des Landes, haben in den letzten Jahren die Zölle des US-Präsidenten deutlich zu spüren bekommen.
Der von Trump nach seiner Rückkehr an die Macht im Jahr 2025 begonnene globale Handelskrieg hatte zu exorbitanten Aufschlägen auf einige chinesische Produkte von bis zu 145 Prozent geführt.
Zwar wurde im Oktober zwischen dem US-amerikanischen Präsidenten und seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping eine einjährige Aussetzung der meisten Zölle vereinbart. Doch für die Verkäufer:innen auf dem Markt in Kanton sind die Bestellungen zurückgegangen.
„Es ist ziemlich deutlich. Die US-amerikanischen Kund:innen sind fast verschwunden“, sagt Zhou Hua, Vertriebsleiter bei ‚1988‘, einem Jeanshersteller.
Die Provinz Guangdong machte im vergangenen Jahr laut der chinesischen Zollbehörde etwa ein Fünftel des chinesischen Außenhandels aus. Das entspricht 9,49 Billionen Yuan (über 1,19 Billionen Euro).
Das Weiße Haus kündigte an, dass Trump am 14. und 15. Mai nach China reisen wird. Der Besuch wurde wegen des Krieges im Nahen Osten um mehrere Wochen verschoben. Peking hat diese Termine nicht bestätigt.
Zhou Hua hofft, dass dieser Besuch zu einer Senkung der Zölle führen und die Nachfrage nach seinen Jeans wieder ankurbeln wird. Die USA machen nur etwa zehn Prozent der Exporte von ‚1988‘ aus, das hauptsächlich in China und im Rest der Welt verkauft. Aber sie sind ein wichtiger Knotenpunkt für die Modebranche. Daher sind sie ein strategischer Markt, auf dem Präsenz und Sichtbarkeit zu neuen Verträgen führen können. „Wir wollen nicht alles auf eine Karte setzen“, erklärt Zhou.
Der Oberste Gerichtshof der USA hat im Februar einen Großteil der von Trump verordneten weltweiten Zölle für nichtig erklärt. Daraufhin führte dieser einen neuen, allgemeinen Zollaufschlag von zehn Prozent ein. Dieser ist 150 Tage lang gültig und gilt auch für chinesische Produkte.
Hoffnung auf Frieden
Laut Guo Tao, dem Chef von ‚1988‘, wird der Besuch von Trump helfen, „das Eis zu brechen“. „Wenn sich die beiden Länder einen Zollkrieg liefern, verlieren alle. Es gibt keine Gewinner:innen“, sagt er. Er ist auch besorgt über die steigenden Rohstoffkosten, die durch den Krieg im Nahen Osten angeheizt werden. „Als Händler:innen wollen wir nur eine prosperierende Wirtschaft, ein stabiles Land und Frieden in der Welt“.
In den Gängen des Großmarktes feilschen chinesische und ausländische Einkäufer:innen. Daneben bewerben Standbetreiber:innen ihre Produkte live im Internet vor ihren Smartphone-Bildschirmen.
Eine Handtaschenverkäuferin, Frau Zhuang, erklärt, dass ihr kleiner Laden nicht direkt von den US-Zöllen betroffen ist. Sie spüre aber „deutlich“ die Auswirkungen, da die chinesischen Kund:innen stärker auf ihr Budget achten. „Was meine Erwartungen an den Besuch des US-amerikanischen Präsidenten angeht, habe ich keine“, sagt sie entschieden. Sie hält Trump für „wenig vertrauenswürdig“.
Auf einem anderen Großmarkt in Kanton hängen rosa Bänder und Discokugeln von der Decke des Ladens von Wen Linpeng. Er verkauft bunte Seifen, Parfums und Make-up-Produkte. Sein Geschäft ist nicht auf die USA ausgerichtet. Er hofft jedoch, dass die Reise von Trump die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern fördern wird. China werde den amerikanischen Präsidenten mit offenen Armen empfangen, wenn er „wirklich aufrichtig“ ist, meint er. „Wenn er nicht freundlich ist, wenn er Zugeständnisse von China verlangt oder uns zu etwas zwingt, werden wir es ihm mit gleicher Münze heimzahlen“, warnt er. „Aber wenn er zur Zusammenarbeit bereit ist, freuen wir uns, mit ihm zu arbeiten.“
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