Mango übertrifft alle Erwartungen

Entgegen des allgemeinen Branchentrends kommt der spanische Modefilialist Mango aktuell immer besser in Fahrt und sichert sich beständig neue Marktanteile. Während Mitbewerber wie H&M immer wieder schwächeln, jagt Mango von einem Umsatzrekord zum nächsten. So auch im vergangenen Jahr, in dem das Unternehmen mit Sitz in Barcelona sämtliche Erwartungen übertreffen konnte.

Rund 2,3 Milliarden Euro setzte Mango 2015 um, das sind satte 15,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Ursprünglich hatte das Management lediglich ein Plus von 13 Prozent prognostiziert. Schlüssel für dieses Wachstum sei die schrittweise Konsolidierung des Umstrukturierungsprojekts im Vertrieb gewesen, in das die Gruppe in den letzten drei Jahren 1,2 Milliarden Euro investiert habe und ihre Verkaufsfläche mit der Eröffnung von 164 Megastores um mehr als 300.000 Quadratmeter erweitern habe können, so das Unternehmen.

Punkten konnte Mango dabei eigenen Angaben zufolge sowohl im Auslandsgeschäft, das mittlerweile 81 Prozent des Gesamtvolumens ausmacht, als auch auf dem spanischen Heimatmarkt, wo der Konzern dank seiner neuen Megastores um 20.1 Prozent zulegen konnte.

Mehr Megastores geplant

Um weiteres Wachstum zu erzielen, soll das so erfolgreiche Megastore-Konzept auch im laufenden Jahr weiter fortgesetzt werden. Nachdem 2015 bereits 164 solcher Läden weltweit ihren Betrieb aufgenommen haben, sind für 2016 weitere 45 Neueröffnungen geplant.

Immer relevanter wird auch das Onlinegeschäft der Spanier, das mittlerweile knapp elf Prozent des Gesamtumsatzes ausmacht. Dieser Kanal erwirtschaftete 2015 einen Umsatz in Höhe von 234 Millionen Euro und damit 27 Prozent mehr als im Vorjahr. In 83 Ländern ist die Marke mittlerweile online verfügbar, Tendenz weiter steigend. Im vergangenen Jahr standen Südamerika, Asien und Afrika im Mittelpunkt der Online-Expansion, um das Produktangebot in denjenigen Ländern zu ergänzen, in denen die Marke bereits mit Geschäften vertreten ist. Die letzten Märkte, in denen sich Mango niedergelassen hat, sind Ägypten und Südafrika.

Einziger Wermutstropfen: Trotz des exorbitanten Umsatzwachstums konnte Mango seine Ertragssituation noch nicht merklich verbessern. Die Auswirkungen mehrerer Devisen, insbesondere des Dollars, sowie die erhöhten Abschreibungen durch Investitionen hätten sich auf den Ertrag niedergeschlagen, so das Management. So habe man lediglich die einen Gewinn in Höhe von vier Millionen Euro erwirtschaften können. Im Vorjahr belief sich die Gewinnspanne noch auf satte107 Millionen Euro. „Ganz konkret haben diese beide Positionen zu einem Ausfall in Höhe von 100 Millionen Euro geführt“, so Mango. Die Fluktuationen verschiedener Devisen hätten sich dabei mit 70 Millionen auf des Ergebnis ausgewirkt, während die Abschreibungen weitere 30 Millionen ausgemacht hätten.

„Wir haben unser Geschäftsmodell umgestellt, um für unsere Kunden attraktiver zu werden und ihr Vertrauen zu gewinnen. Die Entscheidung für Wachstum auf Kosten des kurzfristigen Ertrags war geplant und wird sich in den nächsten Jahren durch eine größere Rentabilität ausdrücken. Wir besitzen das beste Team, um dies sicherzustellen“, versichert der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Daniel López.

Foto: Mango

 

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