Das Modehaus Laurèl GmbH hat seinen Anleihegläubigern die am 16. November fälligen Zinsen pünktlich gezahlt. Wie das in Aschheim bei München ansässige Unternehmen am Montag mitteilte, wurden insgesamt 1,425 Millionen Euro an die Zeichner der bis 2017 laufenden Unternehmensanleihe ausgeschüttet.

Das finanziell angeschlagene Unternehmen konnte der Zahlungsverpflichtung auch deswegen nachkommen, weil der Verkauf der Markenrechte in China wie geplant abgewickelt wurde. „Der Zahlungseingang der vertragsgemäßen neunzig Prozent des Kaufpreises aus dem Verkauf der Markenrechte für die Volksrepublik China in einem Gesamtvolumen von 8,5 Millionen Euro“ sei erfolgt, erklärte Laurèl. Das Unternehmen hatte die entsprechenden Rechte Anfang September an eine in Hongkong ansässige Gesellschaft verkauft.

Vor allem durch schwache Geschäfte in Russland war Laurèl in Schwierigkeiten geraten und hatte daraufhin mit den Zeichnern seiner Anleihe über eine Restrukturierung der Zahlungsmodalitäten verhandelt. Zuletzt hatten die Gläubiger einen gemeinsamen Vertreter gewählt und diesem die Vollmacht erteilt, die fällige Zinszahlung auszusetzen, falls der China-Deal nicht wie geplant vollzogen werden sollte. Von dieser Ermächtigung musste er nun keinen Gebrauch machen. Das Unternehmen sucht unterdessen weiter nach einem strategischen Investor. Entsprechende Gespräche mit geeigneten Bietern sollen noch in diesem Jahr aufgenommen werden.

 

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