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Medien: Richemont könnte Yoox Net-a-Porter Group verkaufen

Von Don-Alvin Adegeest

19. Okt. 2021

Business

Bild: YNAP

Richemont prüft angeblich mehrere Optionen, um den Online-Modehändler Yoox Net-a-Porter Group (YNAP) abzustoßen.

Die Schweizer Gruppe, zu der Modehäuser wie Cartier, Chloé, Alaia und Delvaux gehören, befindet sich in einer Art Technologie-Tief, da Unternehmen wie Farfetch und Alibaba die Digitalisierung der Luxusbranche beschleunigen. Richemont hat sich kürzlich mit Farfetch zusammengetan, um ein Joint Venture für China zu gründen und in Farfetch Limited investiert, doch die YNAP-Geschäfte der Gruppe haben laut der Online-Nachrichtenplattform Miss Tweed „das technologische Rennen verloren.“

Die Gewinne von Farfetch haben die der meisten digitalen Modeunternehmen übertroffen, basierend auf einem Verkaufsmodell, das keine Lagerbestände hält, sondern einen Prozentsatz der Verkäufe der Boutiquen auf seiner Plattform einbehält. Laut Miss Tweed hat Farfetch-CEO José Neves kein Interesse an einer Investition in YNAP. Er berief die Net-a-Porter-Gründerin Natalie Massenet 2017 in den Vorstand von Farfetch, nachdem sie Net-A-Porter verlassen hatte.

Führend im digitalen Luxusbereich

YNAP, einst führend bei Omni-Channel-Services und Online-Verkaufslogistik, verliert Marktanteile an Farfetch, dessen Back-End-Technologiedienst Farfetch Platform Solutions (FPS) fortschrittliche Technologie in Verbindung mit globaler Logistik, mehreren Zahlungssystemen und einem digitalen Konzessionsmodell bietet. Das in London und Porto ansässige Unternehmen geht aggressiv auf Marken und den Einzelhandel zu, um ein noch größeres Stück vom Online-Luxusmarkt der Modebranche abzubekommen.

Falls Farfetch nicht bereit sein sollte, in YNAP zu investieren, könnte Richemont einen direkten Verkauf in Betracht ziehen, oder die für die Investition erforderlichen Mittel anderweitig aufbringen, die sich auf mehrere hundert Millionen Euro belaufen dürften.

Dieser Artikel wurde zuvor auf FashionUnited.uk veröffentlicht. Übersetzung und Bearbeitung: Barbara Russ