Megafusion im Kidswear-Segment: Semir übernimmt Kidiliz Group

Monatelang hatten die französische Kidiliz Group und der chinesische Bekleidungskonzerns Zhejiang Semir Garment Co. Ltd. bereits verhandelt, am 1. Oktober wurde der Zusammenschluss der beiden Kindermode-Riesen endlich vollzogen. Semir habe die Kidiliz-Gruppe vollständig übernommen, teilte das französische Unternehmen mit. Gemeinsam würden beide Konzerne nun „weltweit die Nummer zwei im Kindermodebereich“ bilden.

Wie schon zu Beginn der Verhandlungen Anfang Mai verkündet wurde, erhofft sich die Kidiliz Group, zu der Marken wie Catimini, Z, Absorba, 3 Pommes, Jean Bourget, Chipie, Lili Gaufrette und Beckaro gehören, den Ausbau seiner Marktpräsenz in China. Dort wollen die Franzosen nun von der Unterstützung durch den neuen Partnern profitieren. Der Fokus von Semir werde auch künftig auf dem chinesischen und den übrigen asiatischen Märkte liegen, während sich Kidiliz weiterhin den globalen Markt für Premium-Kindermode konzentrieren werde, teilte das Unternehmen mit.

Durch den Zusammenschluss entstand „die weltweite Nummer zwei im Kindermodebereich“

Die Semir-Gruppe ist mit dem Jugendmode-Label Semir und der Kidswear-Marke Balabala auf dem Heimatmarkt stark vertreten. Zudem ist der Konzern unter anderem auch der lokale Franchise-Partner des deutschen Bekleidungsunternehmens Marc O’Polo und Lizenznehmer des US-amerikanischen Kidswear-Anbieters The Children’s Place. Im vergangenen Geschäftsjahr belief sich der Umsatz auf umgerechnet etwa 1,6 Milliarden Euro.

Die Kidiliz Group wurde 1962 von Roger Zannier gegründet und entwickelte sich seither zu einem der weltweit wichtigsten Unternehmen im Kindermode-Segment. Neben den eigenen Marken produziert es im Rahmen von Lizenzabkommen auch die Kidswear-Linien namhafter Labels wie Kenzo, Levi’s und Paul Smith. Im vergangenen Jahr erzielte der Konzern, der 2006 von Groupe Zannier in Kidiliz umbenannt worden war, einen Umsatz in Höhe von etwa 430 Millionen Euro. Mehr als die Hälfte davon entfiel auf das Auslandsgeschäft.

Fotos: Kidiliz Group
 

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