Alle Stores des niederländischen, insolventen Modelabels Mexx bleiben vorläufig geöffnet, berichtet das Unternehmen heute. Georg F. Kreplin, Sanierungsspezialist von der Düsseldorfer Kanzlei Kreplin & Partner, wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter ernannt.

Nachdem vor zwei Wochen ein Insolvenzverfahren über das Vermögen des niederländischen Mutterkonzerns mit Sitz in Amsterdam eröffnet wurde, ist nun auch die deutsche Gesellschaft des Modeunternehmens Mexx, das der Private Equity-Gesellschaft The Gores Group gehört, diesen Schritt gegangen.

„Aufgrund der schwierigen Situation am Modemarkt sind die Umsätze – nach etwa 40 Millionen Euro im Jahr 2013 – in diesem Jahr weiter rückläufig“, erläutert Kreplin die Zahlungsunfähigkeit. Jedoch betont er, dass der Geschäftsbetrieb zunächst uneingeschränkt fortgeführt werden solle. „Die Löhne sollen über das Insolvenzgeld abgesichert werden, es ist das vorrangige Ziel, zeitnah den Mitarbeitern ihre offenen Gehälter zu zahlen. Ferner wollen wir zunächst den normalen Geschäftsbetrieb der Shops aufrechterhalten und hierzu insbesondere die weitere Belieferung mit Waren sicherstellen.“

„Der Warenbezug in Deutschland erfolgt ausschließlich über die Zentrale in den Niederlanden, weshalb das weitere Schicksal der deutschen Shops entscheidend von dem Ausgang der Gespräche mit dem niederländischen Insolvenzverwalter und dessen Suche nach einem Übernehmer der gesamten Mexx-Kette abhängt.“

 

Themenverwandte Nachrichten

WEITERE NACHRICHTEN

 

AKTUELLSTE STELLENANGEBOTE

 

MEISTGELESEN