Miss Sixty: weltweiter Neustart mit Fokus auf Deutschland

Die italienische Modemarke Miss Sixty, die bisher für ihre femininen Denim-Kollektionen bekannt war, erfindet sich als „Total Look“-Marke neu. Die weltweite Neueinführung findet sowohl über den Einzel- als auch den Großhandel und über ein Franchising-Programm statt. Das Ziel der Marke besteht darin, ihre Präsenz in Europa weiter zu stärken; einen besonderen Schwerpunkt legt sie dabei auf den deutschen Markt.

„Unser Ziel für das nächste Jahr ist es, unsere Präsenz in Europa zu verstärken, einem sehr anspruchsvollen und wettbewerbsintensiven Markt“, sagt Julien Aledo, Commercial Director von Miss Sixty EMEA, in einer Erklärung vom Mittwoch. „In diesem Zusammenhang wollen wir unseren Anteil im Wholesale in Deutschland steigern, wo wir kürzlich eine Partnerschaft mit der Aco-Modeagentur eingegangen sind, die bereits unsere neuen Kollektionen vertreibt.“

Statt Denim-Marke strebt Miss Sixty jetzt „Total Look“ an

Miss Sixty betreibt derzeit neun Monomarken-Geschäfte (einschließlich Outlets) in Europa und ist in weiteren 165 Multimultimarken-Geschäften in Griechenland, Spanien, Portugal und Russland vertreten. Hauptmarkt ist der Heimatmarkt Italien, wo das Unternehmen in Mailand seinen Hauptsitz hat und einen Flagshipstore betreibt, gefolgt von Großbritannien und Russland.

„Miss Sixty hat eine fantastische Vergangenheit, mit einem riesigen Umsatz und einer sehr starken DNA. In der Vergangenheit war das Geschäft jedoch hauptsächlich dem Denim-Bereich gewidmet: etwas, das wir beibehalten, aber auch ausbauen wollen. Ab heute bietet die Marke einen Total-Look, der feminin, leicht glamourös, stilvoll und natürlich bequem ist“, kommentiert Michael Schulz, einer der Gründer der Aco-Modeagentur, in der Erklärung.

Laut Schulz ist es diese „Herangehensweise an den Total-Look“, die den Bedürfnissen der aktuellen Kunden entspricht. „Mit Blick auf den E-Commerce, Department Stores und die Fachhändler in Deutschland sind wir der Meinung, dass die neue Ausrichtung von Miss Sixty durchaus in der Lage ist, eine Lücke zu schließen. Sie verfügt über ein enormes Potenzial“, fügt Schulz hinzu.

Die Strategie von Aco und Miss Sixty besteht darin, die Marke zunächst in größeren Städten wie Berlin und München einzuführen. Sobald die Sichtbarkeit dort hergestellt ist, soll der Einzug in 20-25 weiteren deutschen Städten „zügig“ erfolgen.

Bei der Sichtbarkeit sollen spezielle Kapselkollektionen helfen, die jedes Jahr wechseln. Die erste ist für den Sommer 2020 geplant und wird eine Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Künstler WRDSMTH sein.

Miss Sixty wurde 1991 von dem ehemaligen Kreativdirektor und Mitbegründer Wicky Hassan gegründet und machte dabei seine Interpretation von Denim für Damen in den letzten 28 Jahren zu seiner Markenidentität. Als der Denim-Markt stagnierte, zog sich die Marke im Jahr 2012 zurück, kehrte aber 2017 mit einem Neueintritt in den Märkten Deutschland, Österreich, Schweiz und Benelux nach Westeuropa zurück. Miss Sixty ist Teil der Trendy International Group.

Foto: Miss Sixty

 

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