Modekette Zero baut nach überstandener Insolvenz Verkaufsflächen aus

Die Damenmode-Kette Zero will nach einer Insolvenz vor drei Jahren in diesem Jahr 30 neue Verkaufsstellen einrichten. Das sollen teils eigene Läden, teils Flächen mit Zero-Mode bei anderen Einzelhändlern sein, sagte der Geschäftsführer und Gesellschafter Urs-Stefan Kinting am Donnerstag in Bremen. 2018 betrieb Zero 70 eigene Läden und 316 weitere Verkaufsflächen. Gegen den Branchentrend im Textilhandel sei der Umsatz mit 100 Millionen Euro stabil geblieben, sagte Kinting. Zero mit seinen zuletzt 715 Mitarbeitern arbeite profitabel, nähere Zahlen wurden nicht genannt.

Unter dem Wettbewerbsdruck durch Onlinehandel und Textildiscounter hatte das 1967 gegründete Unternehmen 2016 Insolvenz angemeldet. Ähnliche Probleme erlebten damals auch andere deutsche Modemarken wie Steilmann, Wöhrl oder SinnLeffers. Zero sei schon Ende 2016 in die Gewinnzone zurückgekehrt, berichtete Kinting. Er und Viktor Seuwen waren damals als Interimsmanager eingesetzt worden. Im Juni 2018 übernahmen sie Zero als Gesellschafter, die Insolvenz wurde beendet.

Bei der Sanierung wurden 19 Läden geschlossen, Betriebsabläufe wurden gestrafft. "Unser erster Fokus ist es, Komplexität rauszunehmen", sagte Kinting. Zero positioniere sich weiter im mittelpreisigen Segment. Die Firma setze neben Onlinehandel weiter stark auf den Ladenverkauf. "Wir glauben an den stationären Einzelhandel." Immer noch würden dort 80 Prozent aller Textilien gekauft, sagte Kinting. (dpa)

Bild: Zero

 

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