Myanmars Textilbranche wächst rasant. 2014 haben 60 neue Fabriken aufgemacht, jede Woche eine. Viele sind Ableger von Textilunternehmen aus China, Taiwan und Südkorea. Es gibt inzwischen etwa 300 Fabriken mit 200 000 Arbeiterinnen.

Im vergangenen Jahr machte Textil etwa zehn Prozent der Exporte des Landes aus, und stand damit mit Jade-Edelsteinen hinter Gas in der Exportstatistik an zweiter Stelle. Der Export verdreifachte sich seit 2013 auf rund 1,5 Milliarden US-Dollar (1,4 Mrd Euro).

Lange gingen 80 Prozent der Produkte nach Japan und Südkorea. Das hat sich geändert, seit die EU 2013 die zollfreie Wareneinfuhr aus Myanmar erlaubte. 2014 verdoppelten sich die Exporte in die EU nach Angaben der EU-Initiative Smart Myanmar auf 400 Millionen Euro. Damit rückte die EU an zweite Stelle hinter Japan.

Die Löhne liegen im Schnitt bei gut 100 US-Dollar im Monat. Unter Berücksichtigung von Produktivität, Sozialleistungen und anderen Arbeitskosten sei die Produktion in Myanmar günstiger als in jedem anderen Land der Welt, hat die Consultingfirma Veririsk Maplesoft errechnet. (DPA)

 

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