Nach enttäuschenden Quartalszahlen: Gildan senkt Jahresprognosen
Der kanadische Textilkonzern Gildan Activewear Inc. konnte seinen Umsatz im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 deutlich steigern. Das lag aber nur an der im Dezember vergangenen Jahres vollzogenen Übernahme des US-amerikanischen Konkurrenten HanesBrands. Weil die aktuellen Zahlen deutlich hinter den Erwartungen zurückblieben, senkte das Management seine Jahresprognosen.
Im dritten Quartal erreichte der Konzernumsatz aus fortgeführten Geschäftsbereichen eine Höhe von 1,47 Milliarden US-Dollar (1,31 Milliarden Euro) und übertraf das Niveau des Vorjahreszeitraums damit um 61,1 Prozent. Das kräftige Wachstum war nach Angaben des Unternehmens auf die zusätzlichen Beiträge von HanesBrands zurückzuführen.
Das Management hatte allerdings im Vorfeld einen Quartalsumsatz im Bereich von 1,65 Milliarden US-Dollar erwartet. Die Diskrepanz war nach Angaben des Konzerns auf die „schwierigen makroökonomischen Bedingungen“ seit der Veröffentlichung der Prognose zurückzuführen. So seien die Nachfragetrends im Groß- und Einzelhandel „schwächer als erwartet“ gewesen.
Der operative Gewinn erhöhte sich um 84,1 Prozent auf 353,7 Millionen US-Dollar. Der ausgewiesene Nettogewinn lag bei 259,4 Millionen (231,2 Millionen Euro). Damit fiel er mehr als doppelt so aus wie im Vorjahresquartal, in dem er bei 120,2 Millionen US-Dollar gelegen hatte. Bereinigt um Sondereffekte stieg der Nettogewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen um 91,7 Prozent auf 285,1 Millionen US-Dollar.
„Unsere Resultate in diesem Quartal haben unsere Erwartungen nicht erfüllt“, räumte President und CEO Glenn Chamandy in einem Statement ein. „Sie spiegeln ein gedämpftes Nachfrageumfeld und kurzfristige Herausforderungen in Teilen unseres Geschäfts sowohl im Groß- als auch im Einzelhandel wider. Die von uns erwartete Nachfrageerholung ist nicht wie erhofft eingetreten.“
Angesichts der zuletzt enttäuschenden Zahlen korrigierte der Konzern seine Jahresprognosen deutlich nach unten. Erwartet wird nun ein Umsatz im Bereich von 5,4 bis 5,5 Milliarden US-Dollar. Zuvor war ein Umsatz am unteren Ende der Spanne von 6,0 bis 6,2 Milliarden US-Dollar in Aussicht gestellt worden. Die Prognose für den um Sondereffekte bereinigten verwässerten Gewinn pro Aktie, die bisher bei 4,65 bis 4,75 US-Dollar gelegen hatte, wurde auf 3,70 bis 3,80 US-Dollar gesenkt. Zudem zog das Unternehmen seine Dreijahresziele für den Zeitraum von 2026 bis 2028 zurück.
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