Nach Zuwächsen im dritten Quartal: Kontoor Brands hebt Gewinnprognose an
Der US-amerikanische Bekleidungskonzern Kontoor Brands Inc. hat am Donnerstag seine Resultate für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 veröffentlicht und die Gewinnprognose für das Gesamtjahr erhöht. Nach dem Verkauf der Marke Lee gehören nun noch das Denim-Label Wrangler und der Outdoor-Ausstatter Helly Hansen zum Portfolio.
In den Monaten Juli bis September belief sich der Konzernumsatz aus fortgeführten Geschäftsbereichen auf 685,3 Millionen US-Dollar (611,3 Millionen Euro). Das entsprach einer Steigerung um drei Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.
Beide verbliebenen Marken trugen zum Wachstum bei. Die Erlöse von Wrangler stiegen um drei Prozent auf 485,1 Millionen US-Dollar. Im US-amerikanischen Heimatmarkt legte der Umsatz um zwei Prozent zu. Dort stiegen die Erlöse im eigenen Einzelhandel um sieben Prozent, im Großhandelsgeschäft wuchsen sie um zwei Prozent. Der internationale Umsatz erhöhte sich um sechs Prozent. Hier sorgten ein Zuwachs von 25 Prozent im Retail-Geschäft und ein Plus von vier Prozent im Großhandel für Auftrieb.
Helly Hansen erzielte ein Plus von drei Prozent auf 191,3 Millionen US-Dollar. Dabei stieg der Umsatz im Bereich Sportswear um zwei Prozent auf 147 Millionen US-Dollar und im Segment Workwear um fünf Prozent auf 44 Millionen US-Dollar.
Der operative Gewinn fällt mehr als doppelt so hoch aus wie im Vorjahresquartal
Der operative Gewinn des Konzerns erreichte eine Höhe von 77,1 Millionen US-Dollar. Damit wurde er im Vergleich zum Vorjahresquartal, in dem er bei 37,4 Millionen US-Dollar gelegen hatte, mehr als verdoppelt.
Unter dem Strich stand aufgrund einmalige Steuerbelastungen im Zuge der Übernahme von Helly Hansen ein Nettoverlust von 29,5 Millionen US-Dollar (26,4 Millionen Euro), nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Überschuss von 36,9 Millionen US-Dollar erzielt worden war. Der Verlust aus fortgeführten Geschäftsbereichen belief sich auf 33,6 Millionen Euro. Der um Sondereffekte bereinigte verwässerte Gewinn pro Aktie aus fortgeführten Geschäftsbereichen stieg im Jahresvergleich um 40 Prozent auf 1,50 US-Dollar.
CEO Scott Baxter zeigte sich mit den jüngsten Zahlen zufrieden. „Unsere Resultate im dritten Quartal wurden durch das Wachstum sowohl bei Wrangler als auch bei Helly Hansen, starke Gewinne und eine Ausweitung der Bruttomarge getragen“, erklärte er in einem Statement. „Kontoor schlägt sein nächstes Kapitel als fokussierteres Unternehmen auf, das auf zwei ikonischen Marken mit stärkeren Wachstumsprofilen basiert, mit denen wir gut für die Zukunft aufgestellt sind.“
Angesichts der aktuellen Entwicklung hob das Unternehmen seine Ergebnisprognose an. Für das laufende Geschäftsjahr wird nun ein um Sondereffekte bereinigter verwässerten Gewinn pro Aktie von 5,40 US-Dollar erwartet. Dies würde einem Wachstum um rund 31 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprechen. Zuvor hatte die Prognose bei 5,25 bis 5,35 US-Dollar gelegen. Für das kommende Geschäftsjahr 2027 rechnet das Management mit einem bereinigten verwässerten Gewinn pro Aktie von mindestens 6,60 US-Dollar.
Die Einnahmen aus dem Verkauf der Marke Lee bezifferte das Unternehmen auf 698 Millionen US-Dollar. Diese sollen nun teilweise für eine Beschleunigung des laufenden Aktienrückkauf-Programms verwendet werden.
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