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Nike legt auf Druck der Aktionäre Daten über Vielfalt der Belegschaft offen

Von Don-Alvin Adegeest

29. Juli 2022

Business

Bild: Nike

Der Sportartikelriese Nike Inc. hat sich nachdrücklich für den Aufbau eines vielfältigeren, integrativen Teams eingesetzt und kündigte am Donnerstag an, dass es über seine Einstellungs- und Beförderungspraktiken Bericht erstatten wird.

Die Ankündigung erfolgte, nachdem Nike dem Druck der gemeinnützigen Aktionärsvereinigung As You Sow nachgab. Der Verein setzt sich für ökologische und soziale Unternehmensverantwortung ein.

43 Prozent des Führungsteams von Nike sind weiblich

Nach dem Bericht von Nike für das Geschäftsjahr 2021 sind 43 Prozent des Führungsteams von Nike weiblich. Unter den US-Beschäftigten auf Direktorenebene und darüber gehören 30,3 Prozent ethnischen Minderheiten an, ein Anstieg um 4,1 Prozentpunkte gegenüber dem Geschäftsjahr 2020. Das Unternehmen gab außerdem bekannt, dass es im vergangenen Jahr 197 Millionen US-Dollar an diverse Lieferanten zahlte.

Nike hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2025 weltweit einen Frauenanteil von 45 Prozent in Führungspositionen zu erreichen und bis dahin kumulativ 1 Milliarde US-Dollar an diverse Zulieferer zu zahlen.

Mit der Ankündigung beugt sich Nike laut Bloomberg "dem Druck aktivistischer Investoren, mehr Daten über die Karrieren von Mitarbeitenden aus unterrepräsentierten Gruppen offenzulegen."

Fehlen von Belegen kann Vertrauen untergraben

Die Aktionärsaktivisten von As You Sow forderten Nike bereits im April auf, über die Effektivität der Bemühungen des Unternehmens um Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion zu berichten. Die Forderung: „Die Berichterstattung sollte mit angemessenem Aufwand erfolgen, vertrauliche Informationen auslassen und auf die Ergebnisse eingehen, unter Verwendung quantitativer Kennzahlen für die Anwerbung, Bindung und Beförderung von Beschäftigten, einschließlich Daten nach Geschlecht, Rasse und ethnischer Herkunft."

Die Aktionär:innen wünschten sich mehr Daten über die Diversitätsbemühungen von Nike. Denn wenn der Sportartikelhersteller nicht die besten Praktiken in seine eigenen Abläufe integriere, könne es das Vertrauen und die Markentreue seiner Kund:innen und Mitarbeitenden untergraben.

„Investoren waren besorgt, dass Nike in seinem externen Marketing-Image und seinen internen Richtlinien und Praktiken als inkonsistent angesehen werden könnte, wenn es weiterhin mit Themen der ethnischen Zugehörigkeit und der sozialen Gerechtigkeit wirbt, ohne detaillierte Daten über die Wirksamkeit seiner eigenen internen Diversity-Programme zu liefern", sagte Andrew Behar, CEO von As You Sow.

Dieser übersetzte Beitrag erschien zuvor auf FashionUnited.uk.

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