Nike meldet Umsatzrückgang und niedrigeren Gewinn im ersten Quartal

Der US-amerikanische Sportswear-Konzern Nike Inc. musste im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 weitere Einbußen beim Umsatz und Ergebnis hinnehmen.

In den Monaten Juni bis August belief sich der Konzernumsatz auf 11,2 Milliarden US-Dollar (10,0 Milliarden Euro). Damit sank er im Vergleich zum Vorjahresquartal um vier Prozent. Bereinigt um Wechselkursveränderungen schrumpften die Erlöse um fünf Prozent.

Dank geringerer Logistikkosten stieg die Bruttomarge um 60 Basispunkte auf 42,8 Prozent. Der Nettogewinn lag bei 712 Millionen US-Dollar (632 Millionen Euro) und damit um zwei Prozent unter dem entsprechenden Vorjahresniveau.

Nur in Nordamerika steigen die Erlöse

Der Umsatz der Kernmarke Nike sank sowohl auf berichteter als auch auf währungsbereinigter Basis um vier Prozent auf knapp 11,0 Milliarden US-Dollar. Ausschlaggebend waren schwächere Verkäufe in Großchina sowie in der Region EMEA, die Europa, den Nahen Osten und Afrika umfasst. Die Einbußen wurden teilweise durch Wachstum in Nordamerika ausgeglichen.

Im eigenen Einzelhandel gingen die Markenumsätze auf berichteter Basis um acht Prozent zurück (währungsbereinigt -9 Prozent) und lagen bei 4,1 Milliarden US-Dollar. Im digitalen Geschäft sanken die Erlöse dabei um 13 Prozent, in den eigenen Stores um fünf Prozent. Die Großhandelsumsätze der Marke Nike schrumpften um ein Prozent auf 6,8 Milliarden US-Dollar.

Die ebenfalls zum Konzern gehörende Schuhmarke Converse erzielte Umsätze von 263 Millionen US-Dollar, was einem Minus von 28 Prozent entsprach. Dieses war auf Einbußen in allen Märkten zurückzuführen.

Der Konzern stellt ein neues Reformprogramm vor

Angesichts der erneut mageren Resultate stellte Elliott Hill, der President und CEO von Nike Inc., ein neues Reformprogramm namens „Pace“ vor: „The Sport Offense treibt messbare Fortschritte in unserem Performance-Geschäft voran. Mit ‚Pace‘ haben wir eine Initiative eingeführt, die diesen Schwung bei Nike beschleunigen und skalieren soll“, erklärte er in einem Statement. „In den Bereichen Nike Sportswear, Jordan und Großchina haben wir noch Arbeit vor uns – und wir ergreifen gezielte Maßnahmen, um diese Geschäftsbereiche nachhaltig und auf die richtige Weise zu stärken.“

Pace ist nach Angaben des Konzerns eine unternehmensweite Transformationsinitiative, die auf einem im März 2026 angekündigten Kostensenkungsprogramm aufbaut. Die Strategie umfasst die Modernisierung der globalen Lieferkette und die Eröffnung eines neuen Unternehmensstandorts in Indien. Darüber hinaus sieht sie eine Neuorganisation in drei operative Regionen sowie eine weitere Verschlankung der Organisationsstruktur vor. Nike erwartet von dem Maßnahmenpaket kumulative Einsparungen von rund 2,5 Milliarden US-Dollar bis zum Geschäftsjahr 2030/31.

Für das Gesamtjahr des Geschäftsjahres 2027 erwartet Nike einen Umsatzrückgang im hohen einstelligen Prozentbereich. Der um Sondereffekte bereinigte verwässerte Gewinn je Aktie soll zwischen 1,15 und 1,35 US-Dollar liegen – ohne die mit Pace verbundenen Restrukturierungskosten von rund 0,15 US-Dollar je Aktie.


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