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Nike: Quartalsgewinn sinkt um 35 Prozent

Der US-amerikanische Sportartikelanbieter Nike Inc. hat am Dienstag seine Resultate für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 vorgelegt. Gleichzeitig verkündete der Konzern eine strategische Neuausrichtung.

Im jüngsten Quartal, das 28. Februar endete, erreichte der Umsatz eine Höhe von 11,3 Milliarden US-Dollar (9,7 Milliarden Euro). Damit blieb er im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahezu unverändert. Auf währungsbereinigter Basis gingen die Umsätze um drei Prozent zurück.

Im Großhandelsgeschäft steigt der Umsatz

Während der Gesamtumsatz stagnierte, zeigte sich eine Verschiebung in der Kanaldynamik. Die Großhandelsumsätze stiegen um fünf Prozent (währungsbereinigt +1 Prozent) auf 6,50 Milliarden US-Dollar. Dieses Wachstum verdankte Nike hauptsächlich der starken Nachfrage in Nordamerika.

Die Erlöse im eigenen Einzelhandel sanken hingegen um vier Prozent auf 4,50 Milliarden US-Dollar. Im digitalen Geschäft schrumpfte der Umsatz dabei um neun Prozent, in den eigenen Stores lag das Minus bei fünf Prozent.

Die Umsätze der Marke Nike wuchsen um ein Prozent auf elf Milliarden US-Dollar, währungsbereinigt gingen sie allerdings um zwei Prozent zurück. Zuwächsen in Nordamerika standen Einbußen in Großchina sowie in der Region EMEA, die Europa, den Nahen Osten und Afrika umfasst, gegenüber. Die Marke Converse musste einen Umsatzrückgang um 35 Prozent auf 264 Millionen US-Dollar hinnehmen.

Margendruck und Zolleffekte belasten das Ergebnis

Die Bruttomarge des Konzerns sank um 130 Basispunkte auf 40,2 Prozent. Dies wird größtenteils auf die gestiegenen Zölle in Nordamerika zurückgeführt. Chief Financial Officer (CFO) Matthew Friend erklärte, dass höhere Zölle die Bruttomarge voraussichtlich bis zum ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 belasten werden. Der Nettogewinn für das dritte Quartal fiel um 35 Prozent auf 520 Millionen US-Dollar (449 Millionen Euro).

Der Konzern setzt derzeit seine „Win Now“-Strategie fort. Dabei handelt es sich um eine Reihe von Korrekturmaßnahmen zur Verbesserung der Marktgesundheit. CEO Elliott Hill erklärte, dass das Unternehmen bewusst „ungesunde Lagerbestände" klassischer Schuhfranchises abbaut. Die negativen Auswirkungen dieser gezielten Reduzierung im abgelaufenen Quartal bezifferte er auf fünf Prozentpunkte. Die Maßnahme sei jedoch notwendig für den langfristigen Markenwert.

Die Unternehmensführung betonte, dass der aktuelle Rückgang in den Segmenten Nike Sportswear und Jordan Streetwear ein Nebenprodukt der Priorisierung der Performance-Kategorie sei. Hill erklärte, dass sich das Unternehmen zunächst auf Running und Fußball konzentriert habe, um die Markenauthentizität wiederherzustellen.

„Letztendlich ist es der Sport, der einen ‚Halo‘-Effekt bei den Sportswear- und Streetwear-Kategorien erzeugt", erklärte Hill. Nike werde nun in seinen Lifestyle-Segmenten „von der Defensive in die Offensive" übergehen, betonte er.

Nike verkündet eine strategische Wende

Der Konzern erklärte zudem, sich von einer „Direct-first“-Strategie abzuwenden. Stattdessen setzt er künftig auf einen „City-led“-Ansatz. Dies ist besonders relevant in EMEA und China, wo die Marke „lokal relevanter“ werden will. In China forciert das Unternehmen die Umsetzung der Pläne im digitalen und stationären Einzelhandel, um strukturelle Herausforderungen zu bewältigen.

Für das vierte Quartal prognostizierte das Management einen Umsatzrückgang um zwei und vier Prozent. Das blieb deutlich hinter den Erwartungen der Wall Street zurück. Analyst:innen hatten im Vorfeld ein Wachstum um 1,9 Prozent erwartet.

Für den Rest des Kalenderjahres rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzrückgang im niedrigen einstelligen Bereich. Das moderate Wachstum in Nordamerika wird demnach voraussichtlich die anhaltenden Umsatzeinbußen in China nicht ausgleichen können.

Dieser Artikel wurde mithilfe von digitalen Tools übersetzt.

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