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Nordamerika-Zweig der Global Brands Group stellt Antrag auf Insolvenz

Von Regina Henkel

30. Juli 2021

Business

Global Brands Group

Die GBG USA Inc., eine Tochtergesellschaft der Global Brands Group Holding Ltd. hat am 29.Juli in New York Konkursschutz nach Chapter 11 beantragt. Wie in der Ankündigung vom 19. Juli bekannt gegeben, war GBG USA für 91,9 Prozent des operativen Verlusts der Gruppe in Höhe von 222 Millionen US-Dollar für das am 31. März 2021 endende Geschäftsjahr verantwortlich. Laut einer behördlichen Mitteilung will das Unternehmen mit diesem Schritt erreichen, seine US-Vermögenswerte, einschließlich der Marke Aquatalia, bestmöglich verkaufen zu können.

In Verbindung mit dem Antrag teilte GBG USA in einer Pressemitteilung zudem mit, dass es eine Vereinbarung über den Kauf von Vermögenswerten mit WH AQ Holdings LLC (als Käufer) und Hilco Brands LLC (als Bürge) abgeschlossen hat. Demnach stehen in einem gerichtlich überwachten Verkaufsprozess die Marke Aquatalia und das Geschäft von GBG USA zum Kauf. Die Rede ist von einem Kaufpreis von 17,3 Millionen Dollar.

GBG USA verfolgt auch den Verkauf eines wesentlichen Teils seiner verbleibenden Vermögenswerte, einschließlich der Marken Ely & Walker, Airband, MagnaReady, Yarrow, b New York und Juniperunltd. Erst vor wenigen Wochen erfolgte der Verkauf des südkoreanischen Spyder-Geschäfts an Alpha Vista Investment Co., Ltd, der Verkauf des Inventars und der damit verbundenen Vermögenswerte von Spyder USA an Liberated-Spyder LLC und der Verkauf des Inventars und der damit verbundenen Vermögenswerte von Frye an ABG Frye LLC.

Aus dem Antrag geht weiter hervor, dass GBG USA Inc. zwischen 1.000 und 5.000 Gläubiger auflistet, darunter Vermieter und Marken wie Kenneth Cole Productions Inc. und Authentic Brands Group (ABG), die zu den Hauptgläubigern gehören. Medienberichten zufolge schuldet das Unternehmen Kenneth Cole rund sechs Millionen US-Dollar an ungesicherten Handelsschulden und etwa 3,6 Millionen US-Dollar an ABG.

„In den vergangenen achtzehn Monaten wurde die Einzelhandelslandschaft durch Covid-19 stark beeinträchtigt, was für uns und viele andere in unserer Branche zu Schwierigkeiten führte. Unser Geschäft wurde auch durch anhaltende strukturelle Veränderungen in der Einzelhandelsbranche sowie durch anhaltende geopolitische Spannungen beeinträchtigt, die die Lieferketten unterbrochen haben. Diese Faktoren haben sich besonders nachteilig auf GBG USA ausgewirkt”, sagte Rick Darling, CEO, Global Brands Group. „Was die verbleibenden Vermögenswerte von GBG USA betrifft, so sind wir zu dem Schluss gekommen, dass ein gerichtlich beaufsichtigtes Verfahren zur Erleichterung eines Verkaufs die beste Vorgehensweise ist, um den Wert für alle Beteiligten zu maximieren und die finanzielle Lage von GBG USA und der Gruppe auf faire und transparente Weise zu regeln.“

Nicht betroffen vom US-Verfahren sind die separaten europäischen Großhandels- und Markenmanagement-Geschäfte der Gruppe.

Die Muttergesellschaft Global Brands Group Holding Limited (GBG) ist eines der weltweit führenden Markenunternehmen für Modeaccessoires, Schuhe und Bekleidung. Die Holding entwerft, entwickelt, vermarktet und verkauft Produkte unter einer Vielzahl von eigenen und lizenzierten Marken wie Fiorelli, Sean John, AllSaints, Navigare, Dirk Bikkembergs, Dimensione Danza und vielen anderen. Zudem ist GBG Lizenznehmer großer Marken wie Disney, Barbie, Lego und Marvel.