Oxford Industries verpatzt Start ins neue Jahr

Der US-amerikanische Bekleidungskonzern Oxford Industries hat das erste Quartal 2016/17 mit enttäuschenden Zahlen abgeschlossen. Der Umsatz schrumpfte, das Ergebnis blieb hinter den Erwartungen zurück.

„Die wohlbekannten Schwäche des Einzelhandels, die insbesondere das Modesegment betrifft, hatte deutliche Auswirkungen auf unsere Geschäfte“, erklärte Konzernchef Thomas Chubb. So schrumpfte der Umsatz im Auftaktquartal, das am 30. April endete, um 1,6 Prozent auf 256,2 Millionen US-Dollar. Unter den schwierigen Rahmenbedingungen litt vor allem Tommy Bahama, die größte Marke des Konzerns. Ihre Erlöse sanken um sechs Prozent auf 162,7 Millionen US-Dollar. Der Einzelhandelsumsatz auf vergleichbarer Fläche ging um 13 Prozent zurück. Chubb begründete das hauptsächlich mit „schwacher Nachfrage und gesunkener Kundenfrequenz“ sowie der Verschiebung eines Bonusprogramms vom April in den Mai. Inzwischen scheint sich die Marke aber wieder gefangen zu haben: „Während der April schlechter als erwartet ausgefallen ist, stimmt uns die Stärke, die Tommy Bahama seit Beginn des zweiten Quartals gezeigt hat, zuversichtlich“, erklärte er.

Das Segment Lanier Apparel musste einen Umsatzrückgang um fünf Prozent auf 26,6 Millionen US-Dollar hinnehmen. Deutlich besser sah es beim Label Lilly Pulitzer aus: Dessen Erlöse stiegen um zehn Prozent auf 64,7 Millionen US-Dollar. Die Einzelhandelserlöse wuchsen flächenbereinigt um ein Prozent. Die erst Mitte April übernommene Marke Southern Tide steuerte 1,4 Millionen US-Dollar zum Quartalsumsatz bei.

Trotz höherer Betriebskosten aufgrund neu eröffneter Läden stieg der ausgewiesene Nettogewinn um 17 Prozent auf 20,2 Millionen US-Dollar. Das lag aber nur daran, dass im Vorjahresquartal noch die Verluste des mittlerweile verkauften Labels Ben Sherman verbucht worden waren. Der Überschuss aus fortgeführten Geschäftsbereichen sank um fünf Prozent und verfehlte damit die Erwartungen der Analysten.

Foto: Lilly Pulitzer
 

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