Performance Sports Group meldet Insolvenz an

Nach anhaltend schlechten Zahlen hat der weltgrößte Eishockey-Ausrüster am Montag Insolvenz angemeldet. Die Performance Sports Group, zu der neben anderen Labels auch die Marke Bauer Hockey gehört, beantragte Gläubigerschutz nach Kapitel 11 der US-amerikanischen Insolvenzordnung. Gleichzeitig wurde ein vergleichbares Verfahren in Kanada eingeleitet. Damit soll der Weg für einen „Restrukturierungsprozess“ geebnet werden. Der Plan sieht vor, fast alle Vermögenswerte der Gruppe zu verkaufen.

Der Konzern hatte in den vergangenen Monaten insbesondere unter den Bankrotten wichtiger Handelspartner in den USA gelitten. Angesichts der daraus resultierenden wirtschaftlichen Probleme konnte das Unternehmen seine Bilanz für das vergangene Geschäftsjahr trotz einer Fristverlängerung bis zum 28. Oktober nicht vorlegen. Damit verstieß es gegen die bestehenden Kreditvereinbarungen und musste selbst Insolvenz anmelden.

Die Konzernführung vereinbarte inzwischen mit einem Bieterkonsortium, das von den Finanzinvestoren Sagard Capital Partners und Fairfax Financial Holdings Limited gebildet wird, den Verkauf „praktisch aller Vermögenswerte des Unternehmens und seiner nordamerikanischen Tochtergesellschaften“ für insgesamt 575 Millionen US-Dollar. Das muss jedoch nicht das letzte Wort bleiben: Es handelt sich um ein sogenanntes „Stalking Horse“-Gebot, das den Ausgangspreis in einem zukünftigen Bieterwettstreit bilden wird. Der soll nach Angaben des Unternehmens im ersten Quartal 2017 mit einem endgültigen Verkauf abgeschlossen werden.

Im Rahmen des Restrukturierungsplans sollen fast alle Vermögenswerte verkauft werden

„Wir glauben, dass ein Verkauf mit einem anschließenden Auktionsverfahren, das unter Aufsicht der Gerichte stattfinden wird, im besten Interesse der Performance Sports Group ist und allen Beteiligten die größtmöglichen Vorteile bringen wird“, erklärte Chairman Bernard McDonell. Der Übereinkunft mit den Bietern sei eine „gründliche finanzielle und strategische Analyse“ vorausgegangen, an der sich auch die unabhängigen Finanzberater des Unternehmens beteiligt hätten.

Im Rahmen der Vereinbarung stellten die potenziellen Käufer und Altschuldner des Unternehmens Finanzmittel in Höhe von insgesamt 386 Millionen US-Dollar in Aussicht. Sollten die zuständigen Gerichte zustimmen, würden 25 Millionen US-Dollar dem Sportartikelkonzern sofort zur Verfügung stehen. Der will die Gelder nutzen, um Schulden umzuschichten und das Tagesgeschäft zu finanzieren.

Foto: Bauer Hockey via Facebook
 

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