Die Tierschutzorganisation Peta (People for the Ethical Treatment of Animals) hat eine Aktie des französischen Luxusunternehmens Hermès erstanden und besitzt somit einen winzigen Anteil am Unternehmen. Diesen wollen die Tierrechtler dazu nutzen, von innen Druck auf den Modekonzern auszuüben und so eine Einstellung des Gebrauchs exotischer Tierhäute wie Krokodil- und Alligatorleder für seine Produkte, darunter den begehrten Birkin-Bag, zu bewirken.

Auch wenn Peta nur eine Aktie im Wert von 360 US-Dollar an der Pariser Börse gekauft hat, gibt es der Organisation das Recht, an Aktionärsversammlungen teilzunehmen und so von innen sowie außen zu agieren.

"Peta wird draußen vor dem Gebäude des Unternehmens Stellung beziehen und als Aktionär auch von innen arbeiten, um ein Verbot von Accessoires mit exotischen Tierhäuten wie Krokodilleder-Handtaschen und Alligator-Armbändern zu erlangen", sagte Tracy Reiman, stellvertretende Vorsitzende von Peta in einer Stellungnahme am Donnerstag.

Erst vor wenigen Tagen hatte die Namensgeberin der Handtasche, die britische Schauspielerin und Sängerin Jane Birkin, Hermès gebeten, ihren Namen nicht mehr für die weltbekannte Tasche zu benutzen, nachdem sie ein Peta-Video gesehen hatte, das die Zustände auf einer Krokodil-Farm zeigte.

Der französische Luxuskonzern wehrte sich gegen die Vorwürfe und sagte, eine der von Peta untersuchten Farmen habe nichts mit ihm zu tun. "Hermès respektiert und teilt [Birkins] Gefühle und war ebenso schockiert über die jüngst gezeigten Bilder. Eine Untersuchung der Farm in Texas, die im Video genannt wurde, läuft derzeit."

 

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