Philipp Plein übernimmt Mehrheit an Billionaire Couture

Das im schweizerischen Lugano ansässige Modehaus Philipp Plein International hat große Ziele: Er will zur Luxusgütergruppe wachsen und sich bei Zukäufen vor allem „auf Nischenmarken mit hohem Wachstumspotential“ konzentrieren. Am Dienstag verkündete das Unternehmen den „ersten strategischen Schritt“ auf diesem Weg: Es übernahm die Mehrheit am italienischen Männermodelabel Billionaire Couture. Über den konkreten Umfang der Beteiligung und den Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

„Wir glauben, dass die Herrenmodebranche weltweit stärker wachsen wird als der Damensektor, und mit der Akquisition wollen an diesem Potential teilhaben“, sagte Philipp Plein. Billionaire Couture sei eine „unterentwickelte Marke, die wir mit unseren Strukturen, unserer Qualität und Synergien stärken wollen, um letztlich ein klares Image mit einer starken Nischenpositionierung zu schaffen“. Nach der Übernahme soll nun die Markenbekanntheit gesteigert, das Sortiment erweitert und die Retail-Expansion vorangetrieben werden. Beide Labels würden aber ihre unterschiedlichen Identitäten bewahren, erklärte Philipp Plein.

Gegründet wurde Billionaire Couture im Jahr 2005 vom italienischen Unternehmer Flavio Briatore, der hierzulande vor allem als früherer Teamchef der Formel-1-Rennställe Benetton und Renault sowie für seine Beziehung zum Topmodel Heidi Klum bekannt ist. Seit 2007 ist auch der Mischkonzern Percassi am Unternehmen beteiligt. Heute verfügt das Label nach eigenen Angaben über dreißig eigene Boutiquen und 48 weitere Verkaufsstellen. Mit dem neuen Mehrheitseigentümer soll es nun weiter voran gehen: In den kommenden fünf Jahren ist die Eröffnung von dreißig weitere Billionaire-Couture-Geschäften geplant, teilte das Unternehmen mit. Fünf neue Läden sollen bereits im nächsten Jahr hinzukommen.

Foto: Billionaire Couture
 

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