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Pimkie schließt Filialen in der Schweiz und zieht sich zurück

Von Regina Henkel

6. Jan. 2022

Business

Foto: Alexander Pohl / NurPhoto / NurPhoto via AFP

Der französische Damenmodefilialist Pimkie wird sich nun auch aus der Schweiz zurückziehen, melden schweizerische Lokalmedien. Bereits kurz vor Weihnachten seien bereits zwei Filialen abrupt geschlossen worden, eine in Genf und eine in Crissier bei Lausanne. Die damit verbundene kurzfristige Kündigung ausgerechnet vor den Feiertagen wird von den Gewerkschaften stark kritisiert. So hätte das Unternehmen seinen Angestellten nicht mitgeteilt, dass es am 17. Dezember Konkurs angemeldet habe. Die Angestellten in den Filialen arbeiteten daher weiter, erhalten dafür aber bislang keinen Lohn. Wie viele Filialen genau in der Schweiz bestanden, darüber gibt es keine Informationen. Im Filialfinder der Website von Pimkie ist die Schweiz nicht mehr mit Filialen gelistet.

Der französische Filialist Pimkie ist von der Pandemie schwer getroffen und schloss in den letzten Monaten Filialen in ganz Europa. Im letzten Jahr verließ Pimkie bereits Belgien mit 23 Filialen und Österreich mit 13 Filialen. Auch in Deutschland wurde rund die Hälfte der Filialen geschlossen. Die Framode GmbH, die deutsche Pimkie-Tochtergesellschaft, schaffte es im April letzten Jahres aus der Insolvenzverwaltung.

Im Dezember berichtete die Textilwirtschaft, dass Pimkie in Deutschland, Spanien und Portugal einen neuen Besitzer erhält. Dabei soll es sich um Patrick van der Linden handeln, der Chief Operating Officer und Chief Digital Officer bei Pimkie International. Er hat sich im Rahmen eines sogenannten Management Buy-outs (MBO) Pimkie Deutschland, Spanien und Portugal gesichert. Van der Linden habe dafür die Young Fashion Group gegründet, die nun die Master-Franchise-Lizenzen für die drei Länder hält. Dazu kommt der Onlinehandel für Pimkie in Tschechien und Österreich.