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Prada Group steigert Jahresumsatz und Gewinn

Der italienische Modekonzern Prada SpA ist im Geschäftsjahr 2025 trotz schwieriger Rahmenbedingungen auf Wachstumskurs geblieben. Das verdankte er vor allem der anhaltenden Attraktivität seiner Marke Miu Miu. Neben den aktuellen Resultaten verkündete die Unternehmensgruppe am Donnerstag auch ihre strategischen Pläne für das im vergangenen Dezember übernommene Modehaus Versace.

Im vergangenen Jahr belief sich der Umsatz der Prada Group auf knapp 5,72 Milliarden Euro. Das entsprach einer Steigerung um fünf Prozent gegenüber 2024. Bereinigt um Wechselkursveränderungen wuchsen die Erlöse um neun Prozent, auf organischer Basis – also bereinigt um Währungseffekte und die Beiträge von Versace – legten sie um acht Prozent zu.

Den Großteil des Konzernumsatzes steuerte der eigene Einzelhandel bei, der dank überdurchschnittlicher Zuwächse in Asien (+6 Prozent), Amerika (+12 Prozent) und dem Nahen Osten (+11 Prozent) ein Plus von fünf Prozent (organisch +8 Prozent) auf 5,10 Milliarden Euro erzielen konnte.

Miu Miu bleibt Wachstumsmotor

Wachstumsmotor blieb das Label Miu Miu, dessen Retail-Erlöse im Jahresvergleich um 35 Prozent wuchsen. Die Hauptmarke Prada musste hier hingegen einen Rückgang um ein Prozent hinnehmen. Der Konzern verwies aber darauf, dass sich die Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte schrittweise erholt habe.

Im Großhandelsgeschäft stieg der Konzernumsatz um zwei Prozent (organisch +3 Prozent) auf 471 Millionen Euro, die Lizenzeinnahmen erhöhten sich um 19 Prozent (organisch +14 Prozent) auf 145 Millionen Euro.

Höhere Kosten, gestiegen Investitionen und die Auswirkungen der Versace-Übernahme bremsten die Entwicklung beim Gewinn. So stieg das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Vergleich zum Vorjahr lediglich um 1,5 Prozent auf 1,30 Milliarden Euro. Der auf die Anteilseigner entfallende Nettogewinn erhöhte sich um knapp zwei Prozent auf 852 Millionen Euro.

Der Konzern stellt seine Strategie für Versace vor

Der Konzern skizzierte zudem die Pläne für die Marke Versace, deren Übernahme vom US-amerikanischen Modekonzern Capri Holdings am 2. Dezember vollzogen worden war. Das Modehaus sei seither „auf strategischer und kreativer Ebene gestärkt worden“, heißt es in einer Mitteilung. So hatte der neue Mutterkonzern Anfang Februar Pieter Mulier als neuen Chief Creative Officer von Versace vorgestellt.

„Neben dem kreativen Wandel wird die schrittweise Neupositionierung der Vertriebskanäle eine wichtige strategische Priorität sein“, teilte die Prada Group mit. Der Schwerpunkt liege dabei auf der Förderung „qualitativ hochwertiger“ Verkäufe zum vollen Preis. Zudem sollen die Abläufe im Einzelhandel von Versace optimiert werden. Insgesamt sei der „Integrationsprozess in allen Bereichen in vollem Gange“.

Ab 2027 werde dann der Fokus der Bemühungen auf einer Steigerung der Begehrlichkeit des Labels liegen, erklärte der Konzern. Dazu soll Muliers Debütkollektion beitragen, die im „originalen Geist und der DNA“ von Versace verwurzelt sein werde.

Darüber hinaus strebt der neue Mutterkonzern an, das Vertriebsnetz der Marke zu optimieren, den Off-Price-Bereich zu straffen und die generelle Produktivität bei Versace zu steigern. Gleichzeitig werde die Integration in die Prada Group weiter vorangetrieben, wobei auch die „digitale Transformation“ harmonisiert werden soll.

Im Geschäftsjahr 2025 habe Versace einen Umsatz von 684 Millionen Euro erzielt und operative Verluste geschrieben, teilte der Konzern mit. Die seit der Übernahme eingeleiteten Maßnahmen würden im laufenden Jahr voraussichtlich zu einem Umsatzrückgang bei der Marke führen. Zudem sei mit einem Betriebsverlust in etwa auf dem Niveau des Vorjahres zu rechnen.


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