Puig: Gewinnrückgang von 4,4 Prozent im ersten Halbjahr 2026

Der spanische Mode- und Beautykonzern Puig hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2026 ein niedriges einstelliges Umsatzwachstum erzielt, musste jedoch einen Gewinnrückgang von mehr als vier Prozent hinnehmen. Das Unternehmen, zu dessen Marken unter anderem Jean Paul Gaultier, Rabanne, Carolina Herrera und Byredo gehören, bestätigte dennoch seine Jahresprognose.

Wie aus den am Donnerstag nach Börsenschluss veröffentlichten und bei der spanischen Wertpapier- und Börsenaufsicht (CNMV) eingereichten Unterlagen hervorgeht, beschleunigte sich das Umsatzwachstum im zweiten Quartal auf vier Prozent, nachdem es im ersten Quartal noch bei 0,8 Prozent gelegen hatte. Im ersten Halbjahr erwirtschaftete Puig einen Umsatz von 2,35 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anstieg von 2,37 Prozent gegenüber den 2,30 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Auf flächen- und währungsbereinigter Basis lag das Wachstum bei 4,4 Prozent.

Der Nettogewinn belief sich auf 266,5 Millionen Euro und lag damit 5,12 Prozent unter dem Vorjahreswert. Es handelt sich um den zweiten Gewinnrückgang, den der Konzern seit seinem Börsengang ausweist. Als Gründe nennt Puig außerordentliche Transaktionskosten im ersten Halbjahr sowie eine ungünstige Vergleichsbasis infolge außerordentlicher Erträge im ersten Halbjahr 2025.

Dennoch zieht CEO Jose Manuel Albesa eine positive Bilanz. „Puig hat ein solides erstes Halbjahr 2026 verzeichnet und in allen Kategorien sowie Regionen Marktanteile gewonnen“, erklärte der seit Mitte März amtierende Konzernchef. Das flächenbereinigte Umsatzwachstum von 4,4 Prozent spiegele die starke globale Nachfrage nach den Marken des Unternehmens wider. Besonders hob Albesa die ausgewogene Entwicklung hervor, die von der Sparte Parfüm und Make-up getragen worden sei. Zudem habe das Unternehmen in allen Regionen, in denen es tätig ist, Stärke bewiesen.

Make-up und Asien wachsen am stärksten

Nach Geschäftsbereichen blieb die Sparte Parfüm & Mode mit einem Umsatz von 1,72 Milliarden Euro (+1,86 Prozent) die wichtigste Erlösquelle des Konzerns. Das Make-up-Geschäft entwickelte sich mit einem Umsatzplus von 5,81 Prozent auf 358,8 Millionen Euro am dynamischsten. Die Hautpflegesparte steigerte ihren Umsatz um 1,2 Prozent auf 278,8 Millionen Euro.

Regional erwirtschaftete Puig in der EMEA-Region einen Umsatz von 1,22 Milliarden Euro, was einem Plus von 1,87 Prozent entspricht. Am stärksten wuchs das Geschäft im asiatisch-pazifischen Raum, wo die Erlöse um 17,04 Prozent auf 273,4 Millionen Euro zulegten. In Amerika gingen die Umsätze dagegen um 0,9 Prozent auf 859,2 Millionen Euro zurück.

Nach Angaben des Unternehmens belasteten Wechselkurseffekte den Nettoumsatz im ersten Halbjahr um 2,1 Prozent, vor allem aufgrund des schwachen US-Dollars. Darüber hinaus beziffert Puig die Auswirkungen der Lage im Nahen Osten auf rund 0,6 Prozent des Halbjahresumsatzes beziehungsweise etwa 14 Millionen Euro.

Ausblick bestätigt

Nach dem ersten Halbjahr bekräftigt Puig seine Prognose für das Gesamtjahr 2026. Das Unternehmen rechnet weiterhin mit einem Umsatzwachstum oberhalb des Premium-Beauty-Marktes. Zudem soll die bereinigte EBITDA-Marge das Niveau von 2025 erreichen, als sie bei 20,7 Prozent lag.

„Wir blicken zuversichtlich nach vorn und vertrauen auf die strukturelle Stärke des Premium-Beauty-Segments sowie auf die Fähigkeit von Puig, weiterhin schneller als der Markt zu wachsen“, sagte Albesa. Das Unternehmen werde weiterhin in seine Marken investieren, Innovationen vorantreiben und seine Strategie konsequent umsetzen, um nachhaltiges Wachstum und langfristige Wertschöpfung zu erzielen. Weitere Einzelheiten zur künftigen Strategie will Puig im Rahmen seines Capital Markets Day vorstellen.


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