Puig übernimmt Dries van Noten

Dries van Noten hat einen neuen Besitzer. Der spanische Familienkonzern Puig hat die Mehrheit an dem belgischen Designerlabel übernommen.

Puig werde eine Mehrheitsbeteiligung an der Marke erwerben und Dries Van Noten langfristig ein wichtiger Minderheitsaktionär bleiben, sagten die beiden Unternehmen in einer Stellungnahme. Van Noten bleibt als Kreativdirektor und Vorstandsvorsitzender beim Label. Die Größe des übernommenen Anteils und die dafür gezahlte Summe sind unbekannt.

"Als unabhängiges Modehaus hat sich Dries van Noten in den letzten Jahren mit den avantgardistischen Kollektionen einen hervorragenden Ruf erworben", sagt Marc Puig, CEO des spanischen Familienkonzerns, in der Mitteilung, die der Nachrichtenagentur AFP vorliegt.

Starker Partner für Dries Van Noten

Mit der Investition wolle Puig, das im vergangenen Jahr einen Umsatz von fast 2 Milliarden Euro erwirtschaftete auch seine strategische Ausrichtung im Modesektor stärken. Zu dem in dritter Generation geführten Familienkonzern aus Barcelona gehören neben Modehäusern wie Carolina Herrera, Jean Paul Gaultier auch Parfümmarken wie Penhaligon’s und Lizenzen für Prada und Christian Louboutin.

"Ich habe lange nach einem starken Partner für das Unternehmen gesucht, das ich seit dreißig Jahren baue", sagte Van Noten in derselben Mitteilung. "Ich freue mich besonders, dass Antwerpen und mein Team das Herz des Unternehmens bleiben. Gemeinsam sind wir bereit, unsere Träume zu verwirklichen. "

Dass Dries van Noten einen Investor suchte, wurde bereits im März von dem Branchenmagazin Women’s Wear Daily berichtet. Die Marke soll Vendôme Global Partners engagiert haben, um einen Investor zu gewinnen. Eine offizielle Bestätigung über die Gerüchte zu dieser Zeit wurde nie veröffentlicht.

Dries van Noten, Teil der ursprünglichen Designergruppe Antwerp Six, gründete seine Marke in Antwerpen im Jahr 1986 und besitzt jetzt Boutiquen in Antwerpen, Paris, Tokio, Hong Kong und Seoul. Das Unternehmen wird auf einen Wert von 100 Millionen Dollar geschätzt, oder rund 81 Millionen Euro.

Dieser Beitrag enstand mithilfe von Redakteurin Caitlyn Terra.

Foto: Catwalkpictures