Der Sportartikel-Hersteller Puma zögert derzeit noch mit dem Einstieg ins lukrative Geschäft mit traditionellen US-Sportarten, schließt ein entsprechendes Engagement aber mittelfristig nicht aus. «Ich habe immer gesagt, dass die Zeit dafür noch nicht reif ist und wir erst die Basis im angestammten Geschäft legen müssen, also im Fußball, im Laufen, den Fitnessstudios, beim Golf und beim sportlichen Lifestyle», sagte Puma-Chef Bjørn Gulden dem «Handelsblatt» (Montag). Allerdings rücke der Zeitpunkt näher, auch Produkte für US-Sportarten wie American Football, Baseball oder Basketball ins Sortiment aufzunehmen.

Dass Puma - nach dem Aus von Italien in der Relegation - bei der Fußball-WM in diesem Jahr nur noch mit zwei gesponserten Teams vertreten ist, hält Gulden für «nicht optimal». Aber es sei ja noch ein bisschen Zeit bis zum Beginn der WM in Juni. «Vielleicht kommt da ja die eine oder andere Mannschaft dazu», sagte der Puma-Chef mit Blick auf mögliche neue Ausrüsterverträge.

Trotzdem rechne er wegen der bislang schwachen Puma-Präsenz bei dem Weltklasse-Turnier mit einem «nicht ganz so großen Trikotverkauf. Es fehlt ja schließlich der viermalige Weltmeister (Italien)», machte Gulden deutlich.

Ende vergangener Woche hatte der bisherige Puma-Mehrheitseigner, der französische Luxuskonzern Kering, angekündigt, den Großteil seiner Aktien an dem Sportartikelhersteller zu verkaufen. «Wir können uns jetzt zu 100 Prozent auf das konzentrieren, was das Beste für Puma ist, und brauchen nicht mehr an eine Gruppe oder Synergien denken», sagte Gulden. (dpa)