Renate Künast: Lieferkettengesetz muss auch Frauenrechte berücksichtigen

Ein Gesetz, das Unternehmen auf Sozial- und Umweltstandards entlang der Lieferkette verpflichtet, muss aus Sicht von Grünen-Politikerin Renate Künast auch die Rechte von Frauen berücksichtigen. «In den globalen Lieferketten sind besonders Frauen benachteiligt und tragen höhere Risiken als Männer», sagte die frühere Bundesministerin für Verbraucherschutz der Deutschen Presse-Agentur. Das Gesetz müsse klarstellen, dass Unternehmen die in der UN-Frauenrechtskonvention genannten Rechte achten müssten. «Wir brauchen ein geschlechtergerechtes Lieferkettengesetz», sagte Künast.

Die Grünen-Politikerin verwies auf ein Bündnis von zwölf Entwicklungs- und Menschenrechtsorganisationen, das auf das besonders große Risiko für Frauen und Mädchen hinweist. «Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft haben die besondere Rolle von Frauen und Mädchen in ihren Initiativen und politischen Debatten zur Vermeidung von wirtschaftsbezogenen Menschenrechtsverletzungen bislang zu wenig beachtet», kritisieren unter anderem die Organisationen Brot für die Welt und Terre des Femmes in einem Appell. Künast sagte, in der Corona-Krise hätten zum Beispiel Hunderttausende überwiegend weibliche Näherinnen in den Produktionsländern plötzlich ohne Lohn dagestanden. (dpa)

Bild: Munir Uz Zaman / AFP

 

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