Die Freigabe des Franken durch die Schweizer Notenbank hat die Börse in Zürich am Donnerstag in den freien Fall gestürzt. Der Leitindex der Schweizer Börse SMI brach in der Spitze um fast 14 Prozent ein und rutschte zeitweise unter 8000 Punkte. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hatte überraschend den Mindestkurs von 1,20 Franken je Euro aufgehoben. Der Franken gewann in der Folge zum Euro deutlich an Wert. «Die Auflösung der Wechselkursbindung wirkt wie die Sprengung eines Staudamms», sagte ein Börsianer. Die künstlich angestaute Franken-Schwäche entlade sich nun schlagartig in einer Aufwertung der Schweizer Währung.

An der Börse in Zürich kam es zu schweren Kursturbulenzen: Im 20 Unternehmen umfassenden Leitindex SMI rutschten mit Ausnahme des Telekomkonzerns Swisscom alle Werte massiv ab. Die Anteile am Luxusgüterhersteller Richemont brachen um 15,61 Prozent auf 74,85 Franken ein. Der Uhrenhersteller Swatch verlor mehr als 13 Prozent. Stark auf den Export ausgerichtete Unternehmen bekommen bei einem stärkeren Franken Probleme.(dpa)

 

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