Seidensticker: Silvia Bentzinger wird Mitgesellschafterin
Der Bielefelder Bekleidungsanbieter Seidensticker Group hat den Kreis seiner Gesellschafter:innen erweitert. Laut einer am Mittwoch veröffentlichten Mitteilung erwirbt die langjähriger Führungskraft Silvia Bentzinger eine 20-Prozent-Beteiligung an dem Unternehmen. Sie ist seit 2008 in der Seidensticker-Gruppe tätig und leitet seit 2020 die Marke Seidensticker als CEO.
„Seidensticker ist für mich weit mehr als eine Marke, die ich seit vielen Jahren begleiten darf“, erklärte Bentzinger in einem Statement. „Ich bin von der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens, der Stärke unserer Marke und den vielfältigen Wachstumsmöglichkeiten überzeugt. Deshalb habe ich mich ganz bewusst entschieden, nun auch persönlich zu investieren und unternehmerische Verantwortung als Gesellschafterin zu übernehmen.“
Die Mehrheit liegt allerdings weiterhin in den Händen der Gründerfamilie. Die bisherigen Gesellschafter Gerd Oliver Seidensticker und Frank Seidensticker hätten erneut in das Unternehmen investiert, teilte das Unternehmen mit. Demnach hält Gerd Oliver Seidensticker nun 60 Prozent der Anteile und Frank Seidensticker 20 Prozent. Nicole Seidensticker-Delius werde hingegen als Gesellschafterin ausscheiden und „Ende nächsten Jahres in den geplanten Ruhestand gehen“.
„Klares Bekenntnis zu Seidensticker und zu seiner Zukunft“
„Wir sehen Seidensticker heute in einer deutlich stärkeren Position als noch vor einigen Jahren“, erklärte der Mehrheitsgesellschafter Gerd Oliver Seidensticker. „Das Unternehmen arbeitet profitabel, unsere Marke entwickelt sich positiv und wir sehen auch im Private Label Bereich attraktive Chancen für weiteres Wachstum. Deshalb ist unsere Entscheidung, erneut persönlich zu investieren, ein klares Bekenntnis zu Seidensticker und zu seiner Zukunft.“
Die neue Gesellschafterstruktur bilde „die Grundlage für die nächste Entwicklungsphase der Unternehmensgruppe“, erklärte das Unternehmen. Die drei Gesellschafter:innen würden „gemeinsam einen klar definierten Wachstums- und Zukunftsplan sowie weiterhin einen stringenten Restrukturierungsplan konsequent umsetzen“.
Zuletzt war in Medienberichten über einen möglichen Verkauf des Unternehmens spekuliert worden. In der aktuellen Mitteilung hieß es nun, dass die bestehende Finanzierung „auf ein langfristig tragfähiges Niveau ausgerichtet und die Bilanz durch zusätzliche Eigenmittel der Gesellschafter sowie die Unterstützung der Finanzierungspartner nachhaltig gestärkt“ werde.
„Infolge der Transaktion wird das Eigenkapital der Unternehmensgruppe wieder unmittelbar wettbewerbsfähig und damit eine wesentliche Voraussetzung für die langfristige finanzielle Stabilität und weitere Entwicklung des Unternehmens geschaffen“, betonte der Bekleidungsanbieter.
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