SMCP steigert Halbjahresgewinn um 52 Prozent

Der französische Bekleidungskonzern SMCP konnte in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2026 seinen Gewinn kräftig steigern. Der Umsatz der Muttergesellschaft von Sandro, Maje, Claudie Pierlot und Fursac ging allerdings aufgrund der schwachen Entwicklung im Heimatmarkt leicht zurück.

In den Monaten Januar bis Juni belief sich der Konzernmsatz auf 597,0 Millionen Euro. Damit verfehlte er das entsprechende Vorjahresniveau um 0,7 Prozent. Auf organischer Basis – also bereinigt um Währungseffekte und Veränderungen im Konzernportfolio – stiegen die Erlöse um 0,6 Prozent. Im zweiten Quartal erlebte das Unternehmen einen spürbaren Aufwärtstrend mit einem Umsatzplus von 1,8 Prozent (organisch +2,0 Prozent) auf 309,8 Millionen Euro.

In Frankreich muss der Konzern erhebliche Umsatzeinbußen hinnehmen

Im ersten Halbjahr wurde die Entwicklung im französischen Heimatmarkt durch ein gedämpftes Konsumklima und die Verkleinerung des Filialnetzes geprägt. Dort sank der Umsatz um 10,8 Prozent auf 184,8 Millionen Euro.

In den übrigen Märkten der Region EMEA, die Europa, den Nahen Osten und Afrika umfasst, stiegen die Erlöse hingegen um 6,9 Prozent (organisch +7,0 Prozent) auf 218,0 Millionen Euro. In Amerika wuchsen sie um 4,5 Prozent (organisch +11,0 Prozent) auf 97,7 Millionen Euro, im asiatisch-pazifischen Raum blieben sie mit 96,6 Millionen Euro konstant (organisch +1,9 Prozent).

Der Umsatz der Marke Sandro sank um 0,9 Prozent (organisch +0,7 Prozent) auf 299,6 Millionen Euro, das Label Maje erzielte hingegen ein Plus von 3,7 Prozent (organisch +5,2 Prozent) auf 232,6 Millionen Euro. Der gemeinsame Umsatz von Claudie Pierlot und Fursac belief sich auf 64,7 Millionen Euro, was einem Rückgang um 13,2 Prozent (organisch -13,2 Prozent) gegenüber dem Vorjahreszeitraum entsprach.

Kostendisziplin und geringere Rabatte beflügeln das Ergebnis

Dank strikter Kostenkontrollen und geringerer Preisnachlässe konnte der Konzern seine Margen verbessern. So stieg das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um sechs Prozent auf 119,2 Millionen Euro. Der Nettogewinn sprang sogar um 52 Prozent auf 16,8 Millionen Euro.

CEO Isabelle Guichot zeigte sich mit der jüngsten Entwicklung zufrieden: „Im zweiten Quartal hat sich unsere Dynamik verstärkt – dank soliden Zuwächsen in Amerika und EMEA, einer Rückkehr zum Wachstum im asiatisch-pazifischen Raum sowie einer positiven Entwicklung in Frankreich trotz des vorsichtigen Konsumklimas“, erklärte sie in einem Statement. „Diese Resultate belegen die Relevanz unserer Strategie und die Qualität ihrer Umsetzung in allen unseren Märkten.“

Das Management bestätigte zudem seine Finanzziele für das laufende Jahr. Erwartet wird somit weiterhin eine bereinigte EBIT-Marge von rund zehn Prozent im zweiten Halbjahr sowie ein Free-Cashflow von 50 Millionen Euro für das Gesamtjahr.


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