Spanisches KI-Startup Artiso sammelt mehr als drei Millionen Euro ein

Das spanische Technologie-Unternehmen Artiso hat in einer Pree-Seed-Finanzierungsrunde rund drei Millionen Euro eingesammelt. Die in Barcelona ansässige Firma, die eine auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierende Service-Plattform für die Modebranche entwickelt hat, wurde im vergangenen Jahr von drei früheren Führungskräften des Bekleidungsanbieters Mango gegründet.

Dabei handelt es sich um CEO Sarah Iglesias Hiller, die zuvor für den spanischen Modekonzern Inditex und Mango tätig war, Chief Technology Officer (CTO) Matthias Brenninkmeijer mit früheren Stationen beim deutsch-niederländischen Modehändler C&A und Mango sowie Chief Product Officer (CPO) Lucas Pastur Romay, der zuvor beim spanischen Pharmakonzern Grifols und ebenfalls bei Mango arbeitete. Alle drei gehörten bei Mango zu dem Team, das die erste KI-generierte Kampagne der Marke entwickelte.

Wurzeln in Nordrhein-Westfalen

Laut einer Mitteilung haben mit Iglesias Hiller und Brenninkmeijer zwei Mitglieder des Gründungsteams „familiäre Wurzeln in Nordrhein-Westfalen“. CEO Iglesias Hiller treibt demnach „von Düsseldorf aus die Expansion von Artiso auf dem deutschen Markt voran, der für das Unternehmen zu den wichtigsten Märkten Europas zählt“.

An der jüngsten Finanzierungsrunde, die von Criteria Venture Tech angeführt wurde, beteiligte sich nach Angaben des Unternehmens auch Nicolaj Reffstrup. Der Gründer und ehemalige Geschäftsführer der dänischen Modemarke Ganni investierte über seine über seine Beteiligungsgesellschaft Look Up Ventures. Zu den weiteren Investoren zählen Swanlaab Venture Factory, Bynd Venture Capital und David Tomás, einer der Gründer der spanischen Digitalagentur Cyberclick.

Mit dem frischen Kapital will das Unternehmen sein Betriebssystem weiterentwickeln

Das Unternehmen will die zusätzlichen finanziellen Mittel nun nutzen, um sein Betriebssystem weiterzuentwickeln und das Team um weitere Fachkräfte zu ergänzen. Ziel der KI-basierten Plattform ist es, sämtliche Arbeitsschritte bei der Kollektionsentwicklung von der ersten Inspiration und der Erstellung von Moodboards über das Design und die technische Schnittmustererstellung bis hin zur Produktentwicklung und Vorproduktion zu bündeln.

„Wir haben Artiso mit Blick auf die Menschen entwickelt, die Mode machen: Kreativdirektor:innen, Designer:innen, Schnittdirektricen und Schnittdirektoren sowie Merchandiser:innen“, erläuterte Mitgründer und CPO Pastur Romay in einem Statement. Das Betriebssystem „ist intuitiv, erinnert sich an jede Marke, passt sich der Arbeitsweise jedes Teams an und verbindet jeden Schritt“, betonte er. Dies ermögliche es den Teams, vom „ersten Moodboard bis zum Tech-Pack und der Kampagne innerhalb eines einzigen Betriebssystems“ zu arbeiten.

Nach eigenen Angaben arbeitet Artiso bereits mit mittelständischen Unternehmen, großen Modekonzernen und Luxushäusern in Europa, Asien und Nordamerika zusammen. Die USA stellen dabei einen Schlüsselmarkt dar.


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