Sportgeschäft: Adidas will bis 2020 Weltmarktführer werden

Der Sportartikelkonzern Adidas hat anlässlich einer Investorenveranstaltung Einzelheiten zu seinen strategischen Zielsetzungen für die drei hauseigenen Produktkategorien Fußball, Running und Originals veröffentlicht, die alle „wichtige Bausteine des strategischen Geschäftsplans der Adidas Gruppe bis 2020“ sein sollen. Unter dem Motto „Creating the New“ zielt der Konzern darauf ab, die Begehrlichkeit seiner Marken wesentlich zu erhöhen und so das Wachstum in den nächsten fünf Jahren weiter zu beschleunigen. Im Rahmen dessen sei jeder Kategorie eine klare Rolle sowie spezifische Ziele zugewiesen worden, um die anvisierten deutlichen Umsatz- und Gewinnsteigerungen zu erreichen, heißt es.

Im Segment Fußball und mit der Streetwear-Marke Adidas Originals soll bis zum Jahr 2020 die Marktführerschaft in allen Märkten gestrebt werden. Zudem soll Adidas Running in den kommenden Jahren deutliche Marktanteile im globalen Wettbewerb dazu gewinnen.

Grassroots-Politik im Fokus

Das Fußballgeschäft soll zwischen 2015 und 2020 währungsbereinigt jährlich durchschnittlich im mittleren einstelligen Bereich zulegen und somit schneller wachsen als der Markt selbst. Um die Markentreue der Fußballkonsumenten zu fördern, soll der Fokus auf dem weiteren Ausbau des Schuhsegments liegen. Unterstützt werde dies durch ein völlig überarbeitetes Produktangebot bei Fußballschuhen durch die vor Kurzem eingeführten neuen Schuhmodelle „X“ und „ACE“, so das Unternehmen. „In wichtigen Städten wird Adidas gezielt Anlaufstellen für Fußball mit erstklassiger Produktpräsentation am Point-of-Sale schaffen, um mit Spielern aller Art in Verbindung zu treten,“ heißt es weiter. Auch die Veranstaltung von dauerhaften, saisonalen oder Event-bezogenen Grassroot-Programmen soll die Markentreue weiter stärken. Die Etablierung eines sogenannten „Influencer-Networks“ soll zudem eine intensivere Interaktion mit dem Konsumenten ermöglichen, der künftig eine zentrale Rolle im Entwicklungsprozess von Fußballprodukten und -inhalten spielen soll.

Adidas Running erwartet, dass sich der währungsbereinigte Umsatz bis 2020 verdoppelt. Die Kategorie soll ihre Position im Bereich „Energy Running“ ausbauen und die Präsenz in wichtigen Metropolen der Welt deutlich steigern. Ziel sei es, den Konsumenten das Prinzip „Energy Running“ näher zu bringen. Dafür werde man einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen, der sowohl das Produktangebot als auch die Läufer selbst betreffe. Besonderes Augenmerk soll dabei auf dem nordamerikanischen Markt gelegt werden, wo Adidas Running in den nächsten fünf Jahren seinen Marktanteil signifikant steigern will. Die Etablierung zweier sogenannter Creation Hubs für diese Kategorie werde hierfür ein wichtiger Wachstumstreiber sein, so Adrian Leek, General Manager Adidas Running. Zudem wollen die Herzogenauracher neben Boston auch in Los Angeles und New York City sogenannte „Runbases“ für Läufer und ihre Communities schaffen. „Die Runbases sind speziell auf die Bedürfnisse der dort lebenden Läufer zugeschnitten und sind im Herzen dieser Metropolen zu finden, wo sich Sport und Kultur begegnen. Sie sind leicht zugänglich und bieten Läufern damit die Möglichkeit, ihr Lauferlebnis mit den besten Produkten und Dienstleistungen von Adidas Running zu optimieren“, so Leek weiter.

Für Adidas Originals erwartet der Konzern ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum in Höhe von 50 Prozent bis 2020. Dabei zielt Adidas Originals darauf ab, bis 2020 in jedem Markt die „einflussreichste Sportswear-Marke in der Street-Kultur“ zu werden. „Die Submarke wird ihr Geschäft vorantreiben, indem sie ihren Fokus auf ein sorgfältiges Management der Lebenszyklen einiger ausgewählter globaler Schuhkonzepte wie z. B. Stan Smith, Superstar, ZX FLUX und Tubular richtet,“ heißt es. Bis 2018 sollen diese Schuhkonzepte den Großteil des gesamten Adidas Originals Umsatzes mit Schuhen generieren und somit der Marke zu mehr Durchschlagskraft und Effizienz verhelfen.

Darüber hinaus will Adidas Originals sein Geschäft mit wichtigen Sneaker-Händlern sowie sein eigenes Einzelhandelsgeschäft (Direct-To-Consumer) deutlich ausbauen. Mit der Eröffnung neuer Flagship-Stores in über 30 Städten weltweit ziele man darauf ab, die Bindung zur Zielgruppe zu festigen. Man werde sich daher künftig auf diese einflussreichen Städte konzentrieren und neue Wege nutzen, um mit den Kunden in den Stores zu interagieren. Diese Flagship-Stores sollen den Erwartungen des Unternehmens zufolge einen „Halo-Effekt“ hervorrufen und die Geschäftsentwicklung von Adidas Originals weltweit voranbringen. „Künftig wird es dank kürzerer Markteinführungszeiten möglich sein, Produkte während der laufenden Saison zu entwickeln und Bestseller schnell nachzuliefern“, so Arthur Hoeld, General Manager Adidas Originals. So werde die Marke künftig noch besser auf aktuelle Markttrends reagieren können.

Generell erwartet Adidas, Umsatz und Gewinn in den nächsten fünf Jahren deutlich steigern zu können. So soll der währungsbereinigte Konzernumsatz bis 2020 gegenüber den prognostizierten Ergebnissen für das Jahr 2015 jährlich durchschnittlich im hohen einstelligen Bereich wachsen. Darüber hinaus wird der Konzerngewinn den Erwartungen zufolge deutlich schneller wachsen als der Umsatz und soll in jedem der nächsten fünf Jahre um durchschnittlich etwa 15 Prozent zulegen.

Foto: Adidas

 

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