Das Bekleidungsunternehmen Steilmann rudert bei seinem Börsengang zum zweiten Mal zurück. Nun wird das Angebotsvolumen erneut reduziert und der Angebotszeitraum wieder verlängert, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Die Anzahl der Aktien entspreche jetzt den Mindestvoraussetzungen für die Zulassung zum regulierten Markt.

Nun sollen 2,25 Millionen Aktien an den Mann gebracht werden, die Mehrzuteilungsoption liegt bei 250 000 Aktien. Der Angebotspreis bleibe bei 3,50 Euro pro Aktie, hieß es.

Mitte Oktober hatte Steilmann angesichts des Börsenumfelds das erste Mal kalte Füße bekommen und die Angebotsspanne gestrichen, den Zeitraum verlängert sowie die Anzahl der Titel inklusive Mehrzuteilung auf rund 14,4 Millionen reduziert. Zu Beginn der Börsenpläne Anfang Oktober sollten maximal rund 19,5 Millionen Aktien verkauft werden.

Die Erlöse will Steilmann für Zukäufe, die Erweiterung des Vertriebsnetzwerks und die Reduzierung von Schulden verwenden. Die bisherigen Eigentümer, mehrere italienische Familien und Unternehmer, werden im Zuge des Börsengangs keine Anteile abgeben. Das Unternehmen, dem unter anderem die Mehrheit an der börsennotierten Adler Modemärkte AG gehört, hatte im vergangenen Jahr den Umsatz um gut ein Fünftel auf knapp 900 Millionen Euro gesteigert und operativ (bereinigtes Ebita) 53,3 Millionen Euro verdient. (DPA)

 

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