Steilmann punktet im Einzelhandel

Die Steilmann Gruppe kann den widrigen Rahmenbedingungen auf dem Modemarkt trotzen und sich vom Abwärtstrend der Gesamtbranche abheben. Wie das Unternehmen berichtet, gingen die Umsätze in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres zwar leicht von 640 auf 637 Millionen Euro zurück, stiegen jedoch zugleich auf vergleichbarer Fläche leicht um 2,1 Prozent an.

Punkten konnte der Modeanbieter vor allem auf der Fläche, wo er seine Umsätze um satte 21 Millionen Euro auf 470,8 Millionen Euro steigern konnte. Das entspricht einem Plus von 4,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Bereich Wholesale lag Steilmann hingegen 26 Millionen Euro unterhalb der Vorgaben aus 2014.

In den ersten neun Monaten des Jahres 2015 erzielte die Steilmann Gruppe 26 Prozent ihrer Umsätze außerhalb Deutschlands. Dies sind vier Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, was vor allem der schwächeren Entwicklung auf dem russischen Markt geschuldet sein soll. Die regionale Verteilung der Umsätze stabilisierte sich jedoch auf dem Niveau der Halbjahreszahlen.

Hoffen auf das letzte Quartal

„Auch im gegenwärtig herausfordernden Marktumfeld halten wir an unserem Ziel fest, der führende Anbieter im wachsenden Best-Ager-Segment zu werden“, so Michele Puller, CEO der Steilmann SE Gruppe. Er ist sich sicher: „Unsere Ergebnisse bestätigen den eingeschlagenen Wachstumskurs. Dabei eröffnet uns die Notierungsaufnahme weitere strategische Optionen. Gleichzeitig erwarten wir, dass wir auf operativer Ebene langfristig von der fortschreitenden Integration der Gruppe und dem daraus resultierenden Umsatzwachstum profitieren und so unsere Ertragskraft weiter steigern."

In den nächsten Wochen will das Unternehmen nun noch einmal kräftig zulegen. Aufgrund von saisonalen Einflüssen im Bekleidungsmarkt erwirtschafte man schließlich den überwiegenden Teil der Umsätze und Erträge traditionell in der zweiten Jahreshälfte insbesondere im letzten Quartal eines Kalenderjahres, so Puller. Geht der Plan auf und Steilmann kann mit seinen Marken Steilmann, Apanage, Kapalua und Stones zum Weihnachtsgeschäft noch einmal richtig punkten, könnte sogar ein richtig versöhnliches Gesamtjahresergebnis erreicht werden.

Foto: Apanage

 

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