Stillstand bei Ludwig Beck
Der Münchner Modekonzern Ludwig Beck hat das erste Quartal 2015 zwar lediglich auf dem Niveau des Vorjahres abgeschlossen, sieht dies angesichts der Branchenentwicklung, die im Berichtszeitraum mit insgesamt fünf Prozent ins Minus rutschte, trotzdem als Erfolg. Immerhin habe man sich stabil behaupten können, so die Unternehmensführung. Schließlich sei man weiterhin hemmenden Einflüssen wie dem Rückgang des Konsumtourismus aus Osteuropa sowie anhaltenden Umbauten der Stadt München am Marienplatz ausgesetzt gewesen.

Insgesamt erzielte Ludwig Beck in den ersten drei Monaten des Jahres einen Bruttoumsatz auf Konzernebene in Höhe von 21,7 Millionen Euro nach 21,8 Millionen im Vorjahreszeitraum. Das Stammhaus am Münchner Marienplatz leistete dabei naturgemäß den größten Umsatzbeitrag. Einen zunehmenden Anteil hatte der weiterhin wachsende Onlinestore.

Der Nettorohertrag lag bei 8,5 Millionen Euro nach 8,8 Millionen in 2014. Der Rückgang um 3,9 Prozent sei vor allem auf Preisnachlässe zurückzuführen, die wegen des spät einsetzenden Winters auf Saisonware und in der neu eröffneten Herrenabteilung gewährt worden seien, so das Unternehmen. Diese befinde sich mit deutlich vergrößerter Fläche von rund 1.500 Quadratmetern noch in der Anlaufphase, fordere aber zugleich einen höheren Wareneinsatz. Die Nettorohertragsquote sei durch diesen temporären Effekt geschmälert worden und lag bei 46,3 Prozent gegenüber 48,0 Prozent im Vorjahreszeitraum. Unterm Strich musste Ludwig Beck ein Minus von 100.000 Euro hinnehmen, nachdem im Vergleichszeitraum 2014 noch ein Gewinn von 200.000 Euro erwirtschaftet werden konnte.

Marktposition soll weiter gefestigt werden

Entsprechend vorsichtig fällt die Prognose der Firmenleitung für das Gesamtjahr aus: „Das Jahr 2015 wird ganz klar kein Selbstläufer“, so Dieter Münch, Vorstandsmitglied der Ludwig Beck AG. „Dennoch sind wir gut aufgestellt und verfügen mit einem strategisch nachhaltigen Wachstumskonzept über Instrumente, unsere Marktposition selbst unter schwierigen Bedingungen weiterhin zu festigen.“ In 2015 soll eine Umsatzsteigerung auf Konzernebene zwischen zwei und vier Prozent sowie ein EBIT in Höhe von rund zehn Millionen Euro erwirtschaftet werden.

Trotz des aktuellen Stillstands gehört der Münchner Modekonzern weiter zur Spitze der deutschen Textil-Einzelhandelsunternehmen und erwirtschaftet mit ca. 500 Mitarbeitern auf insgesamt rund 12.400 Quadratmeter Fläche einen Konzernumsatz von über 100 Millionen Euro.

Foto: Ludwig Beck

 

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