Laut Medienberichten soll die Familie Strehle, die hinter dem insolventen Unternehmen Strenesse steht, den Chief Restructuring Officer Michael Pluta loswerden wollen. Das schwäbische Unternehmen befindet sich seit April im eigenverantwortlichen Insolvenzverfahren und hatte in einer spontan anberaumten Hauptversammlung nun die Absetzung des Restrukturierungsverwalters gefordert. Die Forderung blieb aber bisher ohne Folgen, da der zuständige Sachwalter Jörg Nerlich dem Aufsichtsratsbeschluss nicht zustimmte.

Offenbar hatte Michael Pluta eine Rettung durch Investoren in Betracht gezogen. Ein bevorzugtes Angebot der Strehles durch ein Branchenkonsortiums soll dabei von Pluta übergangen worden sein, stattdessen hatte er mit anderen Interessenten verhandelt, die eine Zerschlagung von Strenesse in Erwägung ziehen. Die Familie befürchtet, dass die Gläubiger bei dem von Pluta favorisierten Verkauf nur einen geringen Anteil ihres Geldes zurückbekommen würden. Für Pluta, so Medienberichte weiter, sei die Zerschlagung des Unternehmens allerdings kein wünschenswerter Zustand. Ihm gehe es primär um die Sicherung der Jobs und die Befriedigung der Gläubiger.

Die Marke Strenesse wurde vor allem durch Designerin Gabriele Strehle, die Frau des Firmengründers Gerd Strehle, international bekannt. Das Ehepaar lieferte sich in den vergangenen Jahren allerdings einen Rosenkrieg und das Unternehmen war seither hauptsächlich wegen finanzieller Schwierigkeiten in den Schlagzeilen. Vor der Insolvenz hatte sich Strenesse zwölf Millionen Euro über eine Mittelstandsanleihe besorgt, war aber dann nicht fähig zur Rückzahlung.

 

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