Streit um Übernahme: LVMH reicht Gegenklage gegen Tiffany ein

Der Streit um die Fusion des französischen Luxusgüterkonzerns LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton mit dem US-Juwelier Tiffany geht in die nächste Runde: Jetzt hat LVMH am Gericht im US-Bundesstaat Delaware Gegenklage eingereicht um den im November 2019 abgeschlossenen Deal abzuwenden.

LVMH argumentiert in der Klage, dass die ursprüngliche Übernahmevereinbarung keine Gültigkeit mehr habe, weil sich die Voraussetzungen wesentlich verändert hätten. So seien die Geschäfte von Tiffany aufgrund der Coronavirus-Pandemie umfassend und auch auf die Zukunft gesehen beschädigt worden, zudem habe es während der Pandemie ein Missmanagement gegeben: „Tiffany zahlte beispielsweise die höchstmöglichen Dividenden, während das Unternehmen Bargeld verbrannte und Verluste meldete. Kein anderes Luxusunternehmen der Welt tat dies während dieser Krise“, heißt es in der Stellungnahme von LVMH.

Die Gegenklage wurde erforderlich, weil Tiffany vor einigen Tagen LVMH verklagt hatte, um die 16,2 Milliarden US-Dollar teure Übernahme gerichtlich durchzusetzen. Zuvor hatte LVMH den Deal faktisch platzen lassen.

Cindy Ord / Getty Images North America / Getty Images via AFP

 

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