Der angeschlagene Modehersteller Strenesse ist nach dem Insolvenzantrag wieder in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2014/2015 (30. Juni) lag der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) bei 0,8 Millionen Euro, berichtete das Unternehmen aus dem schwäbischen Nördlingen am Montag. Der Nettoumsatz habe knapp 20 Millionen Euro betragen.

Im April 2014 hatte die Strenesse AG Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Zuvor musste das Familienunternehmen jahrelang rückläufige Umsätze und steigende Verluste verkraften. Zudem mussten die Inhaber einer Zwölf-Millionen-Euro-Schuldverschreibung um Zahlungsaufschub gebeten werden, weil Strenesse die Anleihe nicht zurückzahlen konnte.

Das Unternehmen machte sich unter der früheren Kreativchefin Gabriele Strehle international einen Ruf als Anbieter von Designer-Mode. Inzwischen hat sich die Inhaberfamilie Strehle aus dem Vorstand zurückgezogen. In Zukunft wird die Familie voraussichtlich Anteile abgeben. Die Suche nach einem Investor werde aber erst im Sommer angegangen, sagt Restrukturierungsvorstand Michael Pluta. Zunächst müsse der Betrieb nachhaltig saniert werden. "Ein schneller Verkauf ist keine Sanierung." Strenesse hat derzeit rund 250 Mitarbeiter, vor einem Jahr waren es noch etwa 400. (DPA)

 

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